Letzter Wolf im Kreis Coesfeld soll Forschung helfen

Vor über 180 Jahren wurde der letzte Wolf bei uns im Kreis Coesfeld gesichtet. Und zwar in der Nähe von Herbern. Der wurde damals ausgestopft und in ein Museum gestellt. Jetzt wurde dieser Wolf zu einem Zahnarzt nach Münster-Kinderhaus gebracht. Der sollte in den Zähnen des Wolfes nach noch verwertbarem, genetischen Material suchen. Damit wollen Forscher untersuchen, ob die Wölfe, die heutzutage in Deutschland leben, mit den Wölfen von vor über 200 Jahren verwandt sind. Bei der Untersuchung fand der Zahnarzt aber raus, dass dem Wolf beim Ausstopfen damals ein künstliches Gebiss aus Elfenbein eingesetzt wurde und damit keine brauchbaren Gene vorhanden sind. Jetzt hoffen die Forscher, dass wenigstens die Krallen des Tieres noch echt sind. Denn nur knöchernde Körperteile liefern auch noch Jahrzehnte nach dem Tod verwertbare Gene.

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