Aktuelle Corona-Regeln - seit dem 28. Mai

Nordrhein-Westfalen hat zum 28. Mai seine Corona-Regelungen deutlich angepasst. Ab sofort gelten drei Inzidenzstufen. Welche Lockerungen es gibt, erfahrt ihr hier.

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Seit Freitag, 28. Mai, gelten in NRW drei Inzidenz-Stufen: 100, 50 und 35. Unter 35 werden nicht nur die Kontaktregeln deutlich gelockert, sondern es dürfen sogar wieder die Clubs und Diskotheken öffnen. Der Kontaktsport in der Halle wird erlaubt und noch vieles mehr. Die Landesregierung in Düsseldorf setzt mit dieser Ankündigung einen neuen Maßstab in Sachen Corona-Lockerungen. Schritt für Schritt geht es zurück zur Normalität. Begründet wird dies vor allem mit den immer deutlich sinkenden Infektionszahlen, dem Fortschritt beim Impfen und generell der Saisonalität.

Grund zur Freude gibt es vor allem bei den Eltern: Die Kitas in NRW sollen ab dem 7. Juni wieder in den Regelbetrieb zurückkehren. Das heißt: Die Kinder werden in der vollen Stundenanzahl betreut - die strikte Gruppentrennung fällt weg. Für Familien dürfte das eine echte Entlastung und Grund zur Freude sein. Ab Freitag, den 28. Mai, gelten in NRW die neuen Inzidenz-Stufen: In ihnen sind Lockerungen enthalten, von denen vor rund einem Monat nun wirklich nicht zu rechnen war: Unter 35 werden beispielsweise nicht nur die Kontaktregeln deutlich gelockert. Es dürfen auch wieder die Clubs und Discos öffnen. Kontaktsport in der Halle wird erlaubt. Das sind nur ein paar der neuen Regelungen. Wir fassen sie für euch zusammen.

NRW-Lockerungen in allen möglichen Bereichen: Hier gibt es Änderungen ab dem 28. Mai

  • Einkaufen: In Kreisen oder kreisfreien Städten mit einer dauerhaften Inzidenz unter 100, darf der gesamte Einzelhandel betreten werden, ohne dass man einen negativen Test vorweisen muss. Die jeweilige Kommune muss fünf Werktage am Stück unter 100 liegen - die Öffnung greift dann am übernächsten Tag. Das trifft schon jetzt auf die allermeisten Kommunen in NRW zu.
  • Gastronomie: Hier orientieren sich Öffnungen sehr stark an der Inzidenz. Unter der 100er-Marke darf es Außengastronomie mit Tests geben. Unter der 50er Marke gilt: Draußen ohne Test, drinnen mit Test. Sollte sowohl in der Kommune als auch im landesweiten Schnitt die Inzidenz unter 35 liegen, darf man auch drinnen ohne Test sitzen, essen und trinken.
  • Freizeit und Ausflüge: Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 50 liegt, darf wieder in Fitnessstudios trainiert werden. Auch alle Bäder, Saunen und Indoorspielplätze dürfen dann wieder öffnen - allerdings mit Test und begrenzter Personenzahl. Wenn gleichzeitig die landesweite Inzidenz unter 50 bleibt, dürfen auch Freizeitparks und Spielbanken öffnen.
  • Private Veranstaltungen: Private Veranstaltungen - ohne Party - sind bei einer Inzidenz unter 50 draußen bis zu 100 Gästen erlaubt, drinnen mit bis zu 50 Gästen. Sinkt der Inzidenzwert unter 35 sind im privaten Bereich draußen bis zu 250 Gäste zulässig, drinnen bis zu 100 - immer nur mit negativem Test.
  • Theater und Kino: Grundsätzlich sind im Kulturbereich Veranstaltungen draußen bei einer Inzidenz unter 100 bis zu 500 Zuschauer erlaubt. Zu Konzerten, Theaterstücken, Opern und auch in Kinos können bis zu 250 Personen zugelassen werden. Bei einer Inzidenz unter 50 dürfen 500 Menschen rein, auch hier gilt: nur mit negativem Test.
  • Sport: Kontaktfreier Sport unter freiem Himmel ist nur begrenzt, wenn die Inzidenz über 50 liegt. Unter 50 fallen die Begrenzungen weg. In der Halle ist Sport nur unter der 50er bzw. 35er-Inzidenz möglich, mit begrenzter Personenzahl, Tests und Rückverfolgbarkeit. Klar ist auch, dass sich Profiklubs aus Fußball und anderen Sportarten darauf einstellen können, bald wieder massig Zuschauer bei ihren Spielen begrüßen zu dürfen. Schon bei einer Inzidenz von 50 bis 35 gibt es die Möglichkeit, draußen bis zu 1.000 Zuschauer, maximal aber 33 Prozent der Kapazität ohne Test zuzulassen. Innen sind es immerhin bis zu 500 Zuschauer mit Test und Sitzordnung nach Schachbrettmuster - jeweils mit Sitzplan.

Alle Lockerungsschritte in den verschiedenen Bereichen auf einen Blick bekommt ihr, wenn ihr das Dokument untenstehend öffnet.

Autoren: José Narciandi und Joachim Schultheis

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