KREIS: Bürgermeister wenden sich an Ver.di

Städte und Gemeinden planen verkaufsoffene Sonntage und fordern gelockerte Regeln.

Die Bürgermeister haben sich bei ihrem aktuellen Treffen darauf geeinigt, einen gemeinsamen Brief an die Gewerkschaft Ver.di zu schreiben, um die Hintergründe deutlich zu machen. Es soll Händlern in der Krise helfen. Die Gewerkschaft klagt gegen verkaufsoffene Sonntage: Das ist ein Ruhetag! Und hat damit Erfolg. Jetzt ist das Land NRW am Zuge. Alle müssen sich jetzt endlich mal an einen Tisch setzen, sagt CDU-Mann Dietmar Panske aus Ascheberg. Und das möglichst zeitnah. Es müsse schnell eine gemeinsame Lösung bei den verkaufsoffenen Sonntagen geben, das sei jetzt in Corona-Zeiten wichtig. Der FDP-Landtagsabgeordnete Henning Höne aus Coesfeld fordert das Gesetz zu ändern. Durch eine feste Anzahl von sechs oder sieben verkaufsoffenen Sonntagen soll es mehr Möglichkeiten für die Ortskerne, den Handel und die Gastronomie geben. Und der SPD-Mann André Stinka aus Dülmen ist neben verkaufsoffenen Sonntagen für weitere Konzepte, die die Innenstädte und Ortskerne beleben sollen. Innenstadt-Experten schlagen Aktionen wie längeres Einkaufen in der Woche oder an Samstagen vor, das sei eine Alternative zu verkaufsoffenen Sonntagen, wenn diese nicht machbar sind.