KREIS: Diskussion über Endlager-Suche

Experten prüfen, wo im Kreis Coesfeld und dem Münsterland Atommüll lagern könnte. Die Münsterland-Grünen fordern jetzt die Endlagersuche weiter voranzutreiben, gleichzeitig aber auch alle Kernkraftwerke und Atomenergie-Produktionsstätten sofort stillzulegen.

Wissenschaftliche Untersuchungen und sachliche Diskussionen statt emotionale Debatten. Die fordert zum Beispiel der FDP-Landtagsabgeordnete Henning Höne aus Coesfeld. Ob sich das Münsterland tatsächlich als Standort eignet, hält der CDU-Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann aus Havixbeck für zweifelhaft. Die infrage kommenden Gebiete hier seien zu dicht besiedelt. Es würde ein Sicherheitsrisiko darstellen, wenn da mal was passieren sollte. Auch der atompolitsche Sprecher der Linken im Bundestag, Hubertus Zdebel aus der Nachbarstadt Münster, ist skeptisch: Wichtig sei, dass das künftige Atommüll-Endlager in einem Gebiet mit besonders viel Tongestein, Granit und Salzvorkommen liegt. Dass der Kreis Coesfeld diese Kriterien erfüllt, sei fraglich. 

In spätestens zehn Jahren soll ein Standort für das Atommüll-Endlager gefunden sein.