KREIS: Entscheidung über Organspende

Sie diskutieren heute Abend im Kreis Coesfeld über die Entscheidung zur Organspende.

Der Bundestag hat heute eine radikale Reform abgelehnt. Wir müssen weiter zu Lebzeiten ausdrücklich zustimmen nach unserem Tod Organspender zu sein. Behörden und Ärzte sollen uns künftig aber regelmäßig auf das Thema Organspende ansprechen. Das soll mehr Menschen dazu bringen sich als Spender registrieren zu lassen und die Wartezeiten für Patienten verkürzen. Für Pfarrer Gerd Oevermann von der evangelischen Kirche in Dülmen ist das eine gute Lösung. Jeder Mensch sollte selbst über seinen Körper zu bestimmen. Dazu gehöre auch aktiv zu entscheiden, ob man Organspender sein will. Weil in Deutschland seit Jahren sehr wenige Menschen einen Organspendeausweis haben, hätte sich die Ärztekammer für den Kreis Coesfeld gewünscht, dass der Bundestag heute für die Widerspruchslösung stimmt. Dann wäre jeder automatisch Organspender gewesen , außer er widerspricht. Diese Lösung hatte auch die Transplantationsbeauftragte am St Marien Hospital in Lüdinghausen, Susanne Rauschenbach, favorisiert.

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