KREIS: Pläne für neuen kath. Kita-Träger vorgestellt

Um Pfarreien als bisherige Träger kath. Kitas im Kreis Coesfeld und dem restlichen Zuständigkeitsbereich des Bistum Münsters von Verwaltungsaufgaben und finanziellen Risiken zu entlasten, plant das Bistum die Trägerschaft an neu zu gründende gemeinnützige Verbände zu geben. Inzwischen hat es den Kirchengemeinden seine Pläne näher vorgestellt.

© Bischöfliche Pressestelle/Gudrun Niewöhner

Pfarrer Johannes Hammans von der kath. Kirche im Kreis sieht darin eine große Chance: Nicht alle Kirchenvorstände seien so aufgestellt, dass sie die Kindergärten gut begleiten und die Arbeit organisieren sowie Personal und Finanzen im Blick haben können. Der neue Verband will 51% der Anteile übernehmen, 49% sollen bei den Kirchengemeinden verbleiben. Damit übernimmt das Bistum das volle finanzielle Risiko. Pfarreien und Seelsorger sollen selbstverständlich trotzdem weiterhin eine inhaltliche Rolle in den kath. Kitas spielen, sagt das Bistum. Positiv sei auch: Mitarbeiter sollen alle übernommen - Verträge dabei nicht verändert werden. Deswegen geht der Coesfelder Pfarrer auch davon aus, dass alle Kirchengemeinde sich für den Trägerwechsel und die Beteiligung am gemeinnützigen Verband entscheiden - zumal andernfalls eh die bisherige Finanzspritze durch das Bistum wegfallen würde. Und: gegenüber dem Land sei ein großer Träger auch wirkungsvoller und könnte Interessen stärker und besser vertreten als einzelne Kirchengemeinden, sagt der Coesfelder Pfarrer.

Weitere Meldungen