KREIS: Radio Kiepenkerl beantwortet Ihre Coronavirus-Fragen

Im Kreis Coesfeld haben Sie viele Fragen zum Corona-Virus. Radio Kiepenkerl beantwortet heute in einer Sondersendung mithilfe von Experten Ihre Fragen rund um die neue Lungenkrankheit.

Thorsten aus Nottuln fragt beispielsweise per WhatsApp, ob Eltern ein Recht darauf haben, zuhause zu bleiben, um ihre Kinder zu betreuen -sollten Kindergärten und Schulen wegen Corona-Verdachtsfällen geschlossen bleiben. Grundsätzlich müssen Sie zur Arbeit gehen, sagt Rechtsanwalt Ralph Schmid aus Lüdinghausen. Aber: Wenn ein Arbeitnehmer kommt und sagt: "Die Großeltern haben keine Zeit, die Nachbarn können meine Kinder ebenfalls nicht betreuen - ich kann sie nicht alleine zuhause lassen. Kannst du mir einen Tag frei geben?" Dann würden viele Chefs zumindest mit sich reden lassen, dann suchen alle gemeinsam eine Lösung. Eltern haben in solchen Fällen sogar ein Freistellungsanspruch, der auch durchsetzbar sei, wenn es Probleme gäbe: Bei trifftigen Gründen - dürfen Arbeitnehmer spontan Urlaub beantragen, wenn beispielsweise Großeltern oder Nachbarn Ihre Kinder nicht beaufsichtigen können. Sind die Urlaubstage verbraucht, wäre unbezahlter Urlaub noch ein Ausweg. Der Rechtsanwalt rät aber, einfach das Gespräch mit dem Chef zu suchen, die Situation zu erklären und gemeinsam Lösungen zu finden.


Melina aus Olfen hat sich bei uns gemeldet und gefragt, ob sie als Schwangere mit ihrem ungeborenen Kind besonders bedroht ist. Frauenärztin Vera Oturina aus Coesfeld entwarnt: Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass Schwangere besonders betroffen sind. Das Corona-Virus ähnele in vielen Dingen einer normalen Grippe. Die Grippe verläuft bei Schwangeren ab und zu viel schwerer als bei Frauen, die nicht schwanger sind. Und das kann bei üblichen Grippen auch zu schweren Lungenentzündungen führen. Und wenn das bei der einfachen Grippe schon der Fall ist, könnte das auch beim Corona-Virus passieren. Insgesamt gibt es dazu aber noch keine wissenschaftlichen Fakten zu. Bisher sind Schwangere nicht in den Fallzahlen herausgestochen. Panik sei aber nicht angebracht: Regelmäßig Hände waschen, Händeschütteln vermeiden und großen Menschenmengen aus dem Weg gehen. Das seien die effektivsten Mittel, um sich nicht anzustecken. Das gilt für Schwangere, aber auch für alle anderen.

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