
Online-Casting für Kinofilm
Für den historischen Kinofilm "Des Teufels Bad" sucht die Agentur Eick Komparsen. Es handelt sich um ein Horror-Drama, das im 18. Jahrhundert spielt und auf wahren Tatsachen beruht. Die Produktion dreht ab Mitte Januar im Kreis Coesfeld und im Bergischen Land. Bewerben können Sie sich HIER.
Foto (c) Ulrich Seidl Filmproduktion / Heimatfim
Veröffentlicht: Montag, 27.12.2021 11:43
Mitte des 18. Jahrhunderts in einem kleinen Dorf: Eine Frau tötet willkürlich ein Kind, stellt sich und gesteht die Tat. Sie will unter allen Umständen hingerichtet werden...
Der auf wahren Tatsachen beruhende Kinofilm „Des Teufels Bad“ beleuchtet ein damals in Europa weit verbreitetes und heute nahezu vergessenes Phänomen. Regie führen die preisgekrönten österreichischen Filmemacher Veronika Franz und Severin Fiala („Ich seh Ich seh“, „The Lodge“). Produziert wird das Drama u.a. von der Kölner Produktionsfirma Heimatfilm (Lars von Triers „Nymphomaniac“, „Antichrist“). Mitte Januar reist die Film-Crew nach NRW, um im Münsterland (Kreis Coesfeld) und im Bergischen Land die große Hinrichtungsszene zu drehen. Hierfür werden an die 400 Komparsen und Kleindarsteller gesucht, die an ein bis vier Drehtagen in historischen Kleidern, in historischer Kulisse die Zuschauer und Henkersleute spielen. Vor den Drehtagen findet noch eine Kostüm- und Maskenprobe in Engelskirchen statt. Alle werden vor ihren Einsätzen auf Corona getestet und müssen am Drehort die gängigen Hygieneregeln einhalten. Nur vollgeimpfte oder genesene Personen können an den Dreharbeiten teilnehmen (2G).
Aus diesem Anlass lädt die Agentur Eick zu einem offenen, kostenlosen Online-Casting ein. Unter https://www.casting-teufelsbad.de/ kann man seine Daten eingeben und 2 aktuelle Fotos hochladen. Bewerbungen können ab sofort, aber bis spätestens zum 16.01. eingereicht werden. Die Fotos und projektspezifischen Infos werden an die Regie weitergeleitet.
Wonach wird konkret gesucht? Die Agentur-Chefs Burkhard Eick und Gregor Weber: „Wir suchen über 400 Männer und Frauen (8 - 80 Jahre), die die Dorfbewohner und Zuschauer bzw. Feiernden bei einer öffentlichen Hinrichtung spielen. Hinrichtungen waren damals eine Art Volksfest – voll skurriler Ausgelassenheit, mit Gauklern, Musikern und tanzenden, feiernden Menschen. Die Frauen, Männer und Kinder sollten optisch in die Zeit passen:
Natürliche, gelebte, ausdrucksstarke Gesichter sind gefordert. Bei den Männern sind Bärte und längere Haare gern gesehen und auch bei den Frauen wäre ein möglichst natürliches Äußeres toll (keine gefärbten oder gesträhnten Haare, keine Piercings und Tattoos an sichtbaren Körperstellen, keine Sonnenbank-Bräune etc.). Die
Bewerber sollten sich bitte bis Ende Januar die Haare und Bärte wachsen lassen. Eingeladen sind generell auch Menschen mit und ohne Handicaps. Menschen, denen Körperteile fehlen (Zähne, Arme, Beine, Hände, Finger) kommen in der Geschichte ebenso vor wie große, kleine, dicke und dünne Personen sowie Menschen mit Down-Syndrom, Kleinwüchsige, Blinde, Schielende usw. Für bestimmte Parts brauchen wir handwerklich begabte Männer, die professionell mit der Axt oder einem Richtschwert umgehen können. Artisten (Feuerspucker, Jongleure etc) werden auch zum Einsatz kommen.“ Das Casting-Team hofft auf viele Bewerber. Wer bis zum 23.01. keine Rückmeldung erhalten hat, ist leider nicht ausgesucht worden.