Datenschutzexperte der Uni Münster erklärt Dashcam-Urteil

In einigen Autos im Kreis Coesfeld kleben schon Mini-Kameras hinter der Windschutz-Scheibe, sogenannte Dashcams. Der Bundesgerichtshof hat heute entschieden: Kommt es zu einem Unfall, dürfen solche Aufnahmen in einem Prozess als Beweis verwendet werden. Das Urteil bedeutet aber nicht, dass Autofahrer dauerhaft den Straßenverkehr filmen dürfen. Das verletze die Persönlichkeitsrechte der Menschen, weil sie den Aufnahmen vorher nicht zugestimmt haben. Trotzdem sieht Datenschutzexperte Nikolas Guggenberger von der Uni Münster Raum für den Einsatz der MIni-Kameras. Neben den Kameras, die alles aufzeichnen, gibt es auch solche, die das Aufgenommene erst dann speichern, wenn es einen Anlass dafür gibt. Das könne zum Beispiel eine Erschütterung wie bei einem Unfall sein. Das wäre erlaubt. Aber selbst dann bleibt es den Richtern überlassen, ob sie die Aufnahmen als Beweis zulassen. Sie bewerten von Fall zu Fall,  was schwerer wiegt  - der Datenschutz oder das Interesse einen Unfall aufzuklären.
 

On Air

Radio Kiepenkerl
NOXX

mit Matthias Hensel
von 00:00 bis 06:00 Uhr

Jetzt läuft:
Zeit Titel | Interpret
05:39 SOMEBODY'S WATCHING ME | ROCKWELL
05:35 WALK ON WATER | THIRTY SECONDS TO MARS
05:33 MELODY | LOST FREQUENCIES FEAT. JAMES B

Nächster Titel:

SANCTUARY | WELSHLY ARMS

© 2017 by Radio Kiepenkerl | Königswall 6 | 48249 Dülmen