Corona-Infos

Was Sie wissen müssen!

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) breitet sich auch in Deutschland weiter aus. Das Risikogebiet wurde erweitert, und die ersten Erkrankungen in NRW wurden gemeldet. Aus diesem Anlass weist das Kreisgesundheitsamt auf aktuelle Informationsquellen zum Coronavirus hin und gibt konkrete Empfehlungen, auf was zu achten ist – für den Fall, dass Urlauber aus den Risikogebieten zurückkehren oder Kontakt mit einer am Coronavirus erkrankten Person hatten und erste Symptome zeigen.

Was ist zu tun, wenn eine Person befürchtet, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben? Personen, die sich in einem der Risikogebiete aufgehalten haben oder Kontakt mit einer an dem Coronavirus erkrankten Person hatten, können sich bei Fragen an das Infotelefon des Kreisgesundheitsamtes wenden – montags bis freitags von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr unter der Nummer 02541 / 18-5380.  Wer von diesen Personen innerhalb von 14 Tagen Krankheitszeichen wie Fieber oder Atemwegsprobleme entwickelt, sollte seine Hausärztin oder seinen Hausarzt telefonisch kontaktieren.

Das Gesundheitsamt kann Sie allerdings:
>    nicht behandeln
>    nicht untersuchen
>    nicht auf das Virus testen
Dafür ist weiterhin Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr behandelnder Arzt zuständig!

Ganz wichtig ist: Nicht direkt zur Praxis oder in das Krankenhaus gehen, sondern vorher anrufen und dabei Hinweise auf Kontakte und Krankheitszeichen geben, damit die weitere Vorgehensweise festgelegt werden kann.

 

Bitte helft weiterhin mit das Corona Virus einzudämmen. Jeder einzelne muss mithelfen und soziale Kontakte vermeiden. Bitte bleibt - immer wenn möglich - zu Hause. ❤️

Fragen & Antworten zum Coronavirus

Wie ansteckend ist das neue Coronavirus?

Ein Wert, wie viele andere Menschen ein Infizierter im Mittel ansteckt, lässt sich noch immer nicht gesichert angeben. Das Virus verbreitet sich durch Tröpfcheninfektion etwa beim Husten und Sprechen. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden. Die neuartigen Coronaviren wurden auch in Stuhlproben einiger Betroffener gefunden. Ob SARS-CoV-2 auch fäkal-oral verbreitet werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt; im Ausbruch in China scheint dieser Übertragungsweg nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation keine Rolle zu spielen.
In welchem Umfang auch weitgehend oder ganz symptomfreie Menschen infektiös sein können, ist noch nicht klar.

Wie gefährlich ist das Virus für Deutschland?

Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Es handelt sich weltweit und in Deutschland um eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation. Bei einem Teil der Fälle sind die Krankheitsverläufe schwer, auch tödliche Krankheitsverläufe kommen vor. Die Zahl der Fälle in Deutschland steigt weiter an.

Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als mäßig eingeschätzt. Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region und ist in „besonders betroffenen Gebieten“ höher. Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu.

Es ist offen, wie viele Menschen sich insgesamt in Deutschland mit dem Coronavirus infizieren werden und über welchen Zeitraum dies geschehen wird. Die Auswirkungen für Deutschland lassen sich nicht vorhersagen: Es könnte schwerer als bei einer schweren Grippewelle werden, das Geschehen könnte aber auch milder verlaufen, das ist nicht vorhersehbar.


Wie viele Menschen werden von einem Erkrankten infiziert?

Im Schnitt steckt ein Infizierter zwei Menschen an. Ob das so bleibt, hängt davon ab, wie gut die Eindämmungsmaßnahmen sind – die Rate der Weitergabe muss unter eins fallen, um die Ausbreitung von Sars-CoV-2 zu stoppen.
Zum Vergleich: Ein Grippekranker gibt Influenzaviren an zwei bis drei Leute weiter. Besonders ansteckend sind Masern: 12 bis 18 Personen werden durch einen Infizierten krank.
Die Übertragbarkeit dieses neuartigen Virus ist doch höher als anfangs gedacht, da es sich ähnlich wie das Grippe- oder Influenzavirus bereits im Rachen vermehrt - und nicht erst in der Lungentiefe wie Sars. Das vereinfacht den Nachweis mit Hilfe von Rachenabstrichen - verkürzt aber auch den Übertragungsweg und erklärt die hohe Ansteckungsgefahr.
 

Welche Symptome verursacht das neue Coronavirus?

Die meisten Menschen haben nur eine leichte Erkältungssymptomatik mit Frösteln und Halsschmerzen oder gar keine Symptome. Hinzukommen können Fieber, Husten und Atemprobleme, wie sie auch bei einer Grippe auftreten. Auch Kopfschmerzen oder Durchfall sind möglich. Nach Angaben der chinesischen Gesundheitsbehörde komme es bei mehr als 80 Prozent der Infizierten zu milden Infektionsverläufen, knapp 14 Prozent erkranken schwer.

Bei knapp fünf Prozent komme es zu lebensbedrohlichen Auswirkungen wie Atemstillstand, septischem Schock oder Multiorganversagen. Die Inkubationszeit - der Zeitraum zwischen Infektion und Beginn von Symptomen - beträgt nach derzeitigem Stand meist 2 bis 14 Tage. Das ist der Grund dafür, dass Verdachtsfälle zwei Wochen isoliert werden.

 

Wie kann ich mich vor dem Coronavirus schützen?

Dr. Heinrich Völker-Feldmann, Leiter des Gesundheitsamtes des Kreises Coesfeld, betont: Das Coronavirus wird durch die sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen, also etwa durch Niesen oder Husten, wie es beispielsweise auch bei einer typischen Influenza der Fall ist. Und er rätt: Hygienemaßnahmen, wie regelmäßiges Händewaschen, die Nutzung von Einweg-Taschentüchern beim Husten, Niesen und Naseputzen und das Meiden von großen Menschenmengen helfen, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Dies gelte für das Coronavirus ebenso wie für eine Erkältung.

Grundlage für die Empfehlungen des Kreisgesundheitsamtes sind die aktuellen Informationen des Robert-Koch-Instituts (www.rki.de), des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (www.lzg.nrw.de) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.bzga.de). Beim Infotelefon des Kreises gibt es Informationen und Hinweise zum Thema Coronavirus – etwa zu Symptomatik und Inkubationszeit oder zu der Frage, wie man sich vor Ansteckung schützen kann.

Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuen Coronavirus. Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten. Es gibt nun auch eine "Husten und Nies-Etikette und Hinweise zu guter Händehygiene.

Diese Hygiene-Richtlinien zur Infektionsvorbeugung sollten Sie beachten:

- häufiges Händewaschen
- den nahen Kontakt mit Personen meiden, Umarmungen und Händeschütteln meiden
- bei sozialen Kontakten einen Abstand von mindestens einem Meter einhalten
- in ein Taschentuch niesen und/oder husten und dabei den direkten Kontakt der Hände mit den
  Atemwegssekreten meiden
- die gemeinsame Benutzung von Flaschen und Gläsern meiden,
- sich nicht mit den Händen in die Augen, Nase oder Mund fassen, Mund und Nase, im Falle von 
  Niesen oder Husten, bedecken
- eine Maske nur dann tragen, wenn der Verdacht auf eine Erkrankung besteht oder erkrankte
  Personen gepflegt werden.

Hier könnt ihr alles dazu nachlesen.

 

Was tue ich, wenn ich fürchte, mich angesteckt zu haben?

Wer Kontakt zu einem Infizierten hatte, sollte sich laut RKI zunächst bei seinem Gesundheitsamt melden, unabhängig davon, ob Symptome aufgetreten sind oder nicht. Reisende aus Risikogebieten, die Symptome haben, sollen nach telefonischer Voranmeldung mit Hinweis auf die Reise einen Arzt aufsuchen.


Wie lässt sich die neue Lungenkrankheit behandeln?

Eine spezielle Therapie für die Erkrankung Covid-19 gibt es nicht. Schwer erkrankte Patienten werden symptomatisch behandelt: mit fiebersenkenden Mitteln, der Therapie etwaiger bakterieller Zusatzinfektionen und mitunter mechanischer Beatmung. In Einzelfällen werden auch antivirale Medikamente getestet.


Gibt es eine schützende Impfung?

Nein. Etliche Labors weltweit forschen derzeit an Impfstoffen wie es sie auch für die Grippe gibt. Die Entwicklung einer Schutzimpfung nimmt aber viel Zeit in Anspruch. WHO-Chefwissenschaftlerin Soumya Swaminathan glaubt, dass erste Impfstoff-Tests an Menschen in drei bis vier Monaten beginnen könnten. Ein zertifizierter Impfstoff für weitreichenden Einsatz stehe aber wohl erst in 18 Monaten zur Verfügung.

Zum Schutz vor diesem wie auch anderen Viren empfehlen Experten gewöhnliche Hygienemaßnahmen: regelmäßiges Händewaschen, Desinfektionsmittel und Abstand zu Erkrankten. Den Nutzen von normalen Atemmasken - wie derzeit in China und anderen Ländern überall auf den Straßen zu sehen - schätzen Experten als eher gering ein. Helfen kann es, Umarmungen und Händeschütteln einzuschränken und von vielen Menschen berührte Oberflächen wie Türklinken, Haltegriffe und Aufzugknöpfe nicht anzufassen.

 

Was für ein Virus ist Sars-CoV-2?

Der wahrscheinlich im November oder Dezember auf einem Wildtiermarkt in Wuhan in China auf den Menschen übergesprungene Erreger Sars-2-CoV zählt zu den Coronaviren. Sie sind wegen der zackenartigen Strukturen auf ihrer Oberfläche so benannt. Sieben Vertreter dieser Gruppe verursachen beim Menschen Atemwegserkrankungen, etwa auch Schnupfen oder Husten.

Sars-CoV-2 eingeschlossen ist von dreien bekannt, dass sie mitunter schwere Symptome auslösen. Beim ebenfalls aus China stammenden Sars-Virus (Schweres Akutes Atemwegssyndrom) wurden 2002/2003 rund 8000 Fälle bekannt, etwa 800 Menschen starben. 2012 tauchte in Vorderasien das Mers-Virus (Middle East Respiratory Syndrome) auf. Es ist weniger ansteckend, aber aggressiver: Von rund 2500 Infizierten bis November 2019 starben knapp 860 - etwa jeder dritte.
Der Covid-19-Erreger Sars-CoV-2 ist genetisch sehr eng mit dem Sars-Erreger Sars-CoV verwandt, daher hat er auch den sehr ähnlichen Fachnamen erhalten.


Was darf der Staat im Ernstfall?

Das Wesentliche regelt das bundesweit gültige Infektionsschutzgesetz (IfSG). Ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums fasst zusammen: «Wenn es erforderlich ist, können auch wichtige Grundrechte wie Freiheit der Person, Versammlungsfreiheit oder Unverletzlichkeit der Wohnung sowie das Recht auf körperliche Unversehrtheit eingeschränkt werden.» Behörden dürfen laut dem Bayreuther Staatsrechtler Stephan Rixen Blutentnahmen und Abstriche von Haut und Schleimhäuten verlangen. Auch «Krankheitsverdächtigen» und «Ansteckungsverdächtigen» - wie das Gesetz es ausdrückt - könne ein Berufsverbot auferlegt werden. Zum Schutz anderer könnten Menschen auch «in einem geeigneten Krankenhaus oder in sonst geeigneter Weise abgesondert werden», heißt es im Gesetz.

Da das Bundesgesundheitsministerium zum Beispiel in Bezug auf Veranstaltungen und Events, die abgesagt werden sollten, nur Empfehlungen aussprechen kann, ist das zum Beispiel Sache der jeweiligen Länder. Momentan finden in allen Bundesländern nahezu keine Veranstaltungen - wie zum Beispiel - Fußballspiele, mit mehr als 1.000 Teilnehmern statt. Weitere Infos dazu, vor allem in Bezug auf NRW, findet ihr hier zum Nachlesen.

 

Woher kommt der Name Coronavirus?

Der Name Coronavirus stammt aus dem Lateinischen und steht für Krone oder Heiligenschein - in Anlehnung an die Form, an die der Erreger unter dem Mikroskop erinnert. Die Coronavirus-Familie hat viele Typen, die den Mensch befallen können. Einige lösen eine gewöhnliche Erkältung aus, während andere, die ihren Ursprung in Fledermäusen, Kamelen und anderen Tieren haben, in schwere Krankheiten wie Sars oder Mers (Mittlerer-Osten-Atemwegssyndrom) ausgeartet sind.

Das nun erstmals in China entdeckte Sars-CoV-2 ist ein neuer Stamm, den man zuvor noch nicht beim Menschen gefunden hatte. Es gehört, wie das Sars-Virus, zu den beta-Coronaviren und hat zu 80 Prozent das gleiche Erbgut wie Sars. Vor allem die Proteine, mit denen das Virus an menschliche Zellen andockt, unterscheiden sich.

Die ersten Fälle traten im Dezember 2019 in Wuhan auf, einer Stadt in der zentralchinesischen Provinz Hubei. Viele Betroffene hatten zuvor den Fischmarkt der Metropole besucht oder dort gearbeitet. Seit Auftreten der Fälle ist der Markt zwecks Untersuchungen geschlossen. Es wird vermutet, dass das Virus zunächst von Tier zu Mensch übertragen worden ist - und inzwischen von Mensch zu Mensch.

Der offizielle Name für die neue Krankheit lautet inzwischen Covid-19. CO steht für Corona, VI für Virus, D für Krankheit (disease) und 19 für das Jahr, in dem es auftauchte.
 

Wo gibt es aktuelle Infos?

Es gibt für NRW eine eigens eingestellte Hotline für Bürger. Unter 0211 855 47 74 können sich Bürger über alles Wichtige informieren und Fragen stellen. Das Robert Koch-Institut (RKI), die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Bundesgesundheitsministerium (BMG) haben entsprechende Webseiten eingerichtet.

Die John Hopkins Universität aus den USA hat eine Livekarte erstellt. Mit ihr sind alle Fälle auf der ganzen Welt einsehbar, mit Infos zu Todesfällen und Heilungen. Hier geht's zur Website.

 

Corona und rechtliche Aspekte

Hier haben wir für Sie einige rechtliche Aspekte zum Thema Coronavirus zusammengetragen.  Infos aus dem Radio Kiepenkerl Interview mit Dr. Helmut Bäumer (Kanzlei Rehse & Partner) aus Coesfeld.

Schulen und Kindergärten im Kreis Coesfeld bleiben ab Montag geschlossen. Viele von Ihnen stellt das vor große Probleme: Sie müssen auf Ihre Kinder aufpassen, dürfen aber nicht so einfach von der Arbeit wegbleiben. Der Rechtsanwalt Helmut Bäumer aus Coesfeld sagt: Reden Sie auf jeden Fall vorher mit Ihrem Chef, um zu besprechen, was möglich ist.

"Wenn man sich ernsthaft bemüht für die Betreuung des Kindes, ... dann aber niemanden findet, ... dann darf man der Arbeit fernbleiben, es ist aber umstritten, ob man Gehalt bekommt für die Zeit, wo man wegbleibt."

Viele Dinge seien noch nicht gesetzlich geregelt, weil es eine Situation wie jetzt mit dem Corona-Virus noch nicht gab. Grundsätzlich sollten Sie im Einzelfall zu klären, ob Sie für eine bestimmte Zeit zuhause bleiben können.

 

Viele von Ihnen telefonieren sich gerade die Finger wund: Wer passt ab Montag auf Ihre Kinder auf, die nicht in den Kindergarten oder die Schule gehen können? Die sind ja ab Montag wegen des Corona-Virus geschlossen. Wenn Sie wirklich niemanden finden, dann dürfen Sie möglicherweise zuhause bleiben, sagt der Rechtsanwalt Helmut Bäumer aus Coesfeld:

"Es ist im Interesse des Arbeitnehmers, dass er mit seinem Arbeitgeber spricht und sagt er hat sich bemüht und niemanden gefunden. Das würde ich rechtzeitig anzeigen, damit ich nicht einfach der Arbeit wegbleibe, das wäre ein Abmahngrund, sondern sich rechtzeitig bemühen und informieren, dann müsste das arbeitsrechtlich ohne Konsequenzen bleiben und ich glaube nicht dass in dieser Krise der Arbeitgeber sagt: dann zahl ich dem kein Gehalt."

Viele Dinge seien noch nicht gesetzlich geregelt, weil es eine Situation wie jetzt mit dem Corona-Virus noch nicht gab. Grundsätzlich sollten Sie im Einzelfall klären, ob Sie für eine bestimmte Zeit zuhause bleiben können.

 

Das Corona-Virus beschert den Schülern im Kreis Coesfeld verfrühte Osterferien. Vielen von Ihnen beschert das aber große Sorgen, denn wer passt auf Ihre Kinder auf, wenn Sie am Montag wieder arbeiten gehen müssen? Einige von Ihnen denken darüber nach, das eigene Kind mit zur Arbeit zu nehmen. Rechtsanwalt Helmut Bäumer aus Coesfeld sagt, dass Sie das auf jeden Fall mit Ihrem Arbeitgeber besprechen sollten.

"Ist auch gesetzlich nicht geregelt ist ne Frage der Zumutbarkeit kann ich möglicherweise machen, wenn ich Kindergärtner bin oder wenn es geeignete Räume gibt. Kann ich sicherlich nicht machen, wenn ich in der chemischen Industrie arbeite oder mit gefährlichen Dingen hantiere oder Gabelstablerfahrer bin. Auch da Regelgung des Einzelfalls, auch da mit Arbeitgeber sprechen ob das erlaubt wird oder nicht, das ist ähnlich wie wenn jemand seinen Hund mitnehmen will, das ist eine Frage der Absprache."

Einfach so zuhause bleiben dürfen Sie nicht, da riskieren Sie im schlimmsten Fall eine Abmahnung. Bäumer hält es für möglich, dass Arbeitgeber versuchen werden, das Problem mit flexiblen Sonderregeln zumindest besser in den Griff zu kriegen.

 

Was sollen Eltern tun, wenn sie befürchten, ihr Kind könnte sich angesteckt haben?

Wer möglicherweise mit Corona-Infizierten in Kontakt gekommen ist, sollte sich „unverzüglich und unabhängig von Symptomen“ an das zuständige Gesundheitsamt zu wenden. Das empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI). Welches Gesundheitsamt infrage kommt, kann über die Datenbank des RKI ermittelt werden.

Ich kann nicht arbeiten, weil ich auf mein Kind aufpassen muss. Was passiert jetzt?

Grundsätzlich gilt: Wenn das eigene Kind erkrankt ist, stehen Eltern zehn Tage, Alleinerziehenden zwanzig Tage zu, um das Kind zu pflegen. Der Arbeitgeber kann einen Nachweis, der belegt, dass das Kind pflegebedürftig ist, verlangen. Der Arbeitnehmer bekommt nach § 616 BGB für diesen Zeitraum seinen normalen Lohn – solange das Kind aufgrund von Unselbstständigkeit auf Betreuung angewiesen ist. In Anlehnung an § 45 Abs. 1 SGB V wird die Grenze meist bei zwölf Jahren gezogen, zumindest bei gesunden Kindern. Gesetzlich festgelegt ist die Altersgrenze nicht.

Für die Zeit, die über die zehn bzw. 20 Tage hinausgeht, besteht nach herrschender Meinung kein genereller Anspruch auf Lohnfortzahlung.

Ob und wie das Gehalt bei längerem Fernbleiben gezahlt wird, muss individuell mit dem Arbeitgeber geklärt werden.

 

Coronavirus für Kinder leicht erklärt

Was ein Virus ist, wie es sich verbreitet und was man dagegen tun kann, erläutert ein Text in leichter Sprache. Unterstützt durch passende Illustrationen, sind die wichtigsten Informationen zum Coronavirus durch das Land NRW sehr anschaulich aufbereitet worden. Klicken Sie HIER!

Zentrale Rolle des Robert Koch Instituts

Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin ist die bundesweit zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Coronavirus. Von dort aus werden Maßnahmen bundesweit koordiniert, etwa mit der Bundesregierung die Rückholaktion für deutsche Bürgerinnen und Bürger aus der Region Wuhan in China. Das RKI hat auf seiner Internetseite eine Vielzahl von Informationen für Fachleute, aber auch die allgemeine Öffentlichkeit veröffentlicht. Mehr Informationen finden Sie HIER!

Damit Sie einen besseren Überblick haben!

Der Landrat beantwortet Ihre Fragen

Landrat Christian Schulze Pellengahr beantwortet Ihre Fragen zum Kontaktverbot. 

Elke fragt: Meine Tochter wohnt in Mühlheim darf ich sie besuchen oder sie mich?

Die Antwort: Ja das ist möglich, der Kontakt sollte aber so gering wie möglich bleiben. 

Andrea fragt: Sie muss wöchentlich zur Physioteraphie , darf sie das oder nicht?

Die Antwort: Ja, auch das ist möglich, wenn eine Anordnung vom Arzt gibt. 

Eine Frage von Bendix. Er möchte wissen: Wie sieht es mit einem Umzug Ende diesen Monats aus?

Die Antwort: Das ist tatsächlich schwierig. Wenn er sich nicht verschieben lässt, sollten möglichst wenige Helfer eingespannt werden und diese sollten sich trotzdem versuchshalber an den Mindestabstand und Hygienemaßnahmen halten. 

 

Wann ergibt eine Corona-Testung Sinn?

Chefarzt Prof. Dr. med. Lutz von Müller vom Institut für Labormedizin, Mikrobiologie und Hygiene der Christophorus-Kliniken in Coesfeld gibt in einem Video konkrete Informationen: Der Mikrobiologe, Virologe und Infektiologe erläutert, wann ein Test auf das Coronavirus sinnvoll ist und was dabei zu beachten ist.

Chefarzt Prof. Dr. med. Lutz von Müller

Corona. Und jetzt?

Das Corona-Virus verändert unser Leben gerade täglich. In unserer Podcast-Reihe der NRW-Lokalradios "Corona. Und jetzt?" hört Ihr die Gedanken und Recherchen unserer Nachrichtenredakteure José Narciandi und Michael Boom.