
Aktionstag zu Fahrrädern - kreisweite Kontrollen
Im Kreis Coesfeld sausen immer mehr Radler auf E-Bikes und Pedelecs - also Fahrrädern mit Elektroantrieb - über die Straßen. Praktisch, um schnell und umweltschonend von A nach B zu kommen, aber auch gefährlich. Die Unfallzahlen mit Fahrradfahrern steigen landesweit. Im vergangenen Jahr gab es im Kreis Coesfeld zwei tote Fahrradfahrer, in diesem Jahr ist bereits eine ältere Frau in Lette mit ihrem Pedelec tödlich verunglückt. Die Polizei will heute mit einem Aktionstag vorbeugen.
Veröffentlicht: Montag, 03.06.2019 11:10
Vor der Kupferpassage in Coesfeld informieren Verkehrssicherheitsberater der Polizei über mögliche Gefahren beim Radfahren, vor allem weil viele Menschen unterschätzen, wie schnell Pedelecfahrer unterwegs sind. Deshalb probieren Sie es am besten selbst aus. In der Coesfelder Fußgängerzone treten Sie heute an einem Pedelec Simulator selbst in die Pedale. Außerdem kontrolliert die Polizei an verschiedenen Stellen im gesamten Kreis Fahrradfahrer - zum Beispiel ob ihr Licht oder die Bremsen funkionieren. Das wissen viele gar nicht: Für kaputte Bremsen zahlen Sie 10 Euro Verwarnungsgeld.
Am häufigsten passieren Unfälle mit Radfahrern, weil Autofahrer beim Abbiegen Fahrradfahrer übersehen oder die Vorfahrt missachten. Oft bringen sich Radfahrer aber auch selbst in Gefahr, beispielsweise, wenn sie rote Ampeln missachten oder mit dem Handy am Ohr fahren. Werden Sie damit erwischt, müssen Sie 55 Euro zahlen.
In Coesfeld informiert die Polizei heute noch bis 17 Uhr vor der Kupferpassage.