
Die Bürgerinitiative „Sicherheit vor Therapie“ aus Senden hat sich eingeschaltet. Auf einer aktuellen Sondersitzung hat sie Antworten des Trägers, der Alexianer, verlangt. Die Hauptfrage der Initiative ist es, wie es überhaupt zu dem Vorfall kommen konnte. Der Patient sei zwar nicht wegen sexueller Vorfälle, aber wegen anderer Sachen schon einmal auffällig gewesen und daraufhin zurück in die Klinik für psychisch kranke Straftäter gekommen. Allerdings nur für eine kurze Zeit. Das gehe doch nicht.
Die Alexianer sagen: Forensik-Mitarbeiter betreuten und kontrollierten die Patienten durch Kontakte und Besuche ganz engmaschig. Eine Rückfallquote bleibe dadurch auf einem niedrigen Niveau. Seit zehn Jahren sei der Fall in Ascheberg der erste schwerwiegende Fall. Es habe zuvor keine Anzeichen gegeben, dass es zu einem derartigen Vorfall komme. Der Mann sei sofort zurück in die Forensik gekommen.
Das Rückholprogramm gehöre zum Therapiekonzept bei Krisen. Der Mann ist also wieder bei den Alexianern in der Klinik und bekommt derzeit keinen Ausgang.
Das Team will den Fall im Nachgang neu bewerten und auf dieser Grundlage das weitere Verfahren mit dem Patienten planen.
Die Initiative „Sicherheit vor Therapie“ kämpft schon seit Längerem für eine Reform des entsprechenden Gesetzes. Sie hat eine Stellungnahme beim Land eingereicht und ist mit Politikern im Gespräch.