
Woher weiß ich, ob ich von der Evakuierung betroffen bin? Der Evakuierungsbereich betrifft einen Radius von 500 Metern um den Verdachtspunkt am Mühlenweg (siehe Karte). Welche Gebäude davon betroffen sind, ist im Detail einzusehen unter: evakuierung.feuerwehr-duelmen.de. Rund 2500 Menschen werden Ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen.
Wann muss ich meine Wohnung/mein Haus verlassen? Alle Anwohnerinnen und Anwohner müssen das Evakuierungsgebiet ab 11 Uhr verlassen. Das Sirenen-Signal „Warnung“ (eine Minute an- und abschwellender Ton) wird in Dülmen-Mitte an den Start der Evakuierung erinnern. Es wird LautsprecherDurchsagen geben und mehrere Teams werden durch das Evakuierungsgebiet gehen und kontrollieren, ob alle Anwohnerinnen und Anwohner ihre Häuser verlassen haben.
Was mache ich, wenn ich mein Haus/meine Wohnung nicht alleine verlassen kann und auch keine Hilfe von Verwandten, Nachbarn oder Bekannten erhalte? Nach Möglichkeit sollten betroffene Bürgerinnen und Bürger dies frühzeitig der eingerichteten Hotline der Stadt Dülmen (Telefon: 02594 12-777) melden. Diese ist am Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr sowie am Evakuierungstag ab 9.00 Uhr besetzt. Es ist auch Möglich, eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen. Es wird dann eine individuelle Lösung gefunden werden, um alle Personen aus dem Evakuierungsbereich zu bringen.
Warum muss ich mein Haus verlassen, bevor feststeht, ob sich der Verdacht bestätigt? Im Evakuierungsgebiet liegen u.a. drei Pflegeeinrichtungen und das Dülmener Krankenhaus. Für die betroffenen Patientinnen und Patienten bzw. Bewohner wird dies eine besondere Belastung sein. Die Evakuierung bedeutet zudem einen enormen organisatorischen Aufwand für die vielen Helferinnen und Helfer. Um den Zeitraum der Gesamtmaßnahme möglichst kurz und die Unannehmlichkeiten für die Betroffenen so gering wie möglich zu halten, wird frühzeitig mit der Evakuierung begonnen werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtungen werden diese bereits am dem frühen Sonntagmorgen verlassen.
Wie wird der Verdachtspunkt untersucht? Eine Fachfirma im Auftrag des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KBD) der Bezirksregierung Arnsberg wird am Sonntagmorgen damit beginnen, das Erdreich über dem Verdachtspunkt abzutragen. Der Verdachtspunkt, der bei Sondierungsbohrungen festgestellt worden ist, liegt in etwa fünf Metern Tiefe. Es wird mehrere Stunden in Anspruch nehmen, mit der gebotenen Vorsicht bis zu diesem Punkt zu gelangen. Erst, wenn der Metallgegenstand freigelegt ist, wird zu erkennen sein, ob es sich tatsächlich um einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handelt.
Wie lange wird die Maßnahme dauern? Dies ist leider nur schwer abzuschätzen. Zunächst muss der Verdachtspunkt in fünf Metern Tiefe freigelegt und geprüft werden. Ein Ergebnis könnte es gegen Mittag geben, sofern die Offenlegung des Verdachtspunktes ohne Komplikationen durchgeführt werden kann. Die Offenlegung kann allerdings auch länger dauern, wenn z.B. harte Gesteinsschichten oder Grundwasser die Arbeiten behindern. Sollte sich der Verdachtspunkt bestätigen, ist davon auszugehen, dass die vollständige Evakuierung und Kontrolle des Gebietes mindestens drei bis vier Stunden in Anspruch nehmen wird. Auch hier muss jedoch mit Einzelproblemen und Komplikationen gerechnet werden, die erst am Evakuierungstag bekannt werden. Eine mögliche Entschärfung könnte demnach in den Nachmittagsstunden stattfinden. Genauere Angaben können hierzu leider nicht gemacht werden. Nach Abschluss der (potenziellen) Entschärfung wird die Evakuierung umgehend aufgehoben. Sollte sich der Verdacht nicht bestätigen, können alle Anwohnerinnen und Anwohner ebenfalls umgehend in ihre Häuser zurückkehren, sobald das Ergebnis feststeht.
Wie erfahre ich, dass ich in meine Wohnung zurückkehren kann? Die Stadt Dülmen richtet auf ihrer Internetseite www.duelmen.de einen Live-Ticker ein, in dem der jeweils aktuelle Stand nachzulesen ist. Außerdem berichter Radio Kiepenkerl live und gibt die aktuellen Infos im Radio durch. Sobald die Maßnahme abgeschlossen ist, wird es Lautsprecher-Durchsagen geben und das Sirenen-Signal „Entwarnung“ (eine Minute Dauerton) wird in Dülmen-Mitte zu hören sein.
Wohin kann ich gehen, wenn ich keine andere Bleibe an diesem Tag habe? Eine Notunterkunft ist in der Kardinal-von-Galen-Schule, Haverlandhöhe 10, eingerichtet. Wichtig: Diese Anlaufstelle ist nur für den Notfall gedacht! Sie sollte – insbesondere aufgrund der andauernden Pandemiesituation – nur von Menschen aufgesucht werden, die absolut keine Möglichkeit haben, die Zeit der Evakuierung bei Freunden oder Bekannten zu verbringen oder für einen Ausflug zu nutzen.
Was muss ich beachten, wenn ich die Notunterkunft nutzen muss? Für das Betreten der Notfall-Unterkunft ein negativer Corona-Test zwingend erforderlich, der nicht älter als 24 Stunden ist (auch für Geimpfte und Genesene!). Bürgerinnen und Bürger, die bereits wissen, dass sie diese Anlaufstelle nutzen müssen, werden gebeten, möglichst bereits am Vortrag einen entsprechenden Test (mit Zertifikat) durchführen zu lassen.
Welche Straßen werden bei der Evakuierung gesperrt sein? In einem Radius von 500 Metern um den Verdachtspunkt werden ab 11 Uhr alle Zufahrtsstraßen gesperrt werden. Davon betroffen sind weite Teile der Innenstadt, u.a. auch der Marktplatz (siehe Karte). Für den überörtlichen Verkehr werden folgende Umleitungen ausgeschildert: Der Verkehr auf der L 551/ Halterner Straße in Fahrrichtung Innenstadt wird über die Hülstener Straße, die Südumgehung und die Bischof-Kaiser-Straße zur Lüdinghauser Straße (Lange Nase) umgeleitet. Verkehrsteilnehmer, die die Münsterstraße in Richtung Innenstadt befahren, werden umgekehrt über den Kreuzweg, die Bahnhof- und Eisenbahnstraße bis zur Lüdinghauser Straße und dann wiederum über Südumgehung und Mühlenweg bis nach Hausdülmen geführt. Verkehr auf der Lüdinghauser Straße in Richtung Innenstadt wird auf Höhe des Autotohauses Zumbusch über Eisenbahnstraße, Bahnhofstraße und Kreuzweg abgeleitet. Ortskundige werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Sobald die Maßnahme abgeschlossen ist, werden die Sperrungen wieder aufgehoben.