
BORKENBERGE: Fällarbeiten im Naturschutzgebiet?!
Der frühere Truppenübungsplatz in den Borkenbergen zwischen Dülmen und Seppenrade ist heute ein Naturschutzgebiet. Deshalb wundert sich Radio Kiepenkerl Hörer Karl-Heinz, dass Arbeiter hier im Moment Bäume fällen. Sollte hier nicht eigentlich die Natur sich selbst überlassen sein? Wir haben bei dem Eigentümer der Fläche nachgefragt...
Veröffentlicht: Sonntag, 29.01.2023 07:00
Der Eigentümer bestätigt, dass hier im Moment Arbeiter in größerem Stil Bäume fällen. Das widerspreche allerdings nicht dem Ziel eines natürlichen Waldes ohne menschliche Eingriffe. Im Gegenteil, es sei nötig, um das Ziel zu erreichen. Bei der früheren militärischen Nutzung diente der Wald in erster Linie als Sichtschutz. Die Folge: Es gibt viele Nadelbäume, die den wenigen Laubbäumen das Licht und den Platz nehmen sich zu entwickeln. Deshalb schaffen die Arbeiter Platz, damit schneller ein natürlicher Mischwald entsteht. Dabei entfernen sie direkt auch eingeschleppte Baumarten, wie die Traubenkirsche, die heimische Bäume verdrängen. Außerdem fällen sie nicht mehr standsichere Bäume, die Spaziergänger oder Radfahrer gefährden könnten. Ganz wichtig: Wegen möglichen Munitionsresten im Boden ist es streng verboten sich in dem Naturschutzgebiet abseits der gekennzeichneten Wege zu bewegen.