
BULDERN: Kein Hausarztnachfolger
Patienten in Buldern sind besorgt über künftige weite Wege zum nächsten Arzt. Ihr Hausarzt Günther Krump geht Ende Juni nach über 30 Jahren in Rente und ein Nachfolger ist nicht zu finden. Die Stadt hat mit noch verbliebenen Ärzten gesprochen, wie es weitergehen kann und stellt die Ergebnisse heute im Sozialausschuss vor.
Veröffentlicht: Mittwoch, 28.05.2025 04:31
Junge angehende Ärzte scheuen die Bürokratie und Digitalisierung, sagt Christoph Niehues von der Fachhochschule in Münster. Er beschäftigt sich mit dem Management für das Gesundheitswesen. Einige Städte und Gemeinden versuchen mit Anreizen, wie Praxis-Räumen, junge Ärzte zu locken. Gut gemeint, aber wirkungslos. Besser: wenn sich mehrere Orte zusammenschließen und ein Gesundheitszentrum gründen, das die bürokratischen Aufgaben für die Ärzte übernimmt. Das Gesundheitszentrum kümmert sich um die Abrechnung und den übrigen bürokratischen Kram und dadurch haben die Ärzte in ihren Praxen mehr Zeit für ihre Patienten. Bessere Arbeitsbedingungen für junge Ärzte zu schaffen, lohne sich weit mehr, als sie mit Anreizen wie Praxisräumen oder Prämien zu locken. Das löse das eigentliche Problem nicht.