
In den vergangenen 10 Jahren hat sich die Zahl Beratungen bei Scheidung und Trennung fast verdoppelt. Die Berater beobachten, dass die Zündschnur bei vielen Menschen kürzer ist als früher. Die heutige Gesellschaft sei außerdem schneller und unverbindlicher als früher. Da werde auch eine Beziehung eher aufgegeben. Auch die sozialen Medien spielen nach den Erfahrungen der Berater eine Rolle. Wenn verletzte Gefühle im Spiel sind, schaukelt sich ein Streit eh schon schnell hoch. Die sozialen Medien verschärften das. Nicht selten hauen sich zerstrittene Partner im Beratungsgespräch WhatsApp und Facebook-Nachrichten um die Ohren. In manchen Fällen kommen Berater dann nur noch weiter, wenn sie mit Mutter und Vater getrennt sprechen. Oberstes Ziel ist immer, dass getrennte Partner zumindest als Eltern noch miteinander umgehen können, den Kindern zuliebe.