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COESFELD: Bürgerantrag für Böllerverbot
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COESFELD: Bürgerantrag für Böllerverbot

Die Tradition in der Silvesternacht Böller und Raketen zu zünden, sorgt jedes Jahr für Diskussionen im Kreis Coesfeld. Für einige ist ein harmloser Spaß, andere finden es gefährlich und umweltschädlich.

Veröffentlicht: Montag, 06.02.2023 17:34

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In Coesfeld beschäftigt sich morgen in einer Woche (14.2.) der Haupt- und Finanzausschuss mit einem Bürgerantrag, der ein Feuerwerksverbot innerhalb der Wälle fordert, also in der Coesfelder Innenstadt. Den Antragsteller stört unter anderem der Böllerlärm. Schon Tage vor Silvester zündeten Menschen Feuerwerk. Teilweise ließen sie Böller in Hauseingängen, Briefkästen und Mülleimern explodieren und richteten damit Schäden an. Der Böllerlärm ängstige außerdem Tiere und könnte die vielen Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine traumatisieren und es verletzten sich regelmäßig Menschen beim Böllern. Das belaste die Krankenhäuser. Als weitere Punkte führt der Antragsteller das erhöhte Brandrisiko und die Umweltbelastung durch Feinstaub auf. Ärgerlich sei auch, dass viele Menschen den Raketen- und Böllermüll einfach liegen lassen. Das Ordnungsamt empfiehlt den Antrag abzulehnen. Es sei nicht bekannt, dass es in Coesfeld in der vergangenen Silvesternacht zu besonderen Übergriffen gekommen ist. Auch habe es keine größeren Feuerwehreinsätze gegeben. In unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Altenheimen und besonders brandgefährdeten Gebäuden sei Feuerwerk sowieso verboten. Das Ordnungsamt vermutet außerdem, dass sich das Böllern durch eine Verbotszone in der Innenstadt lediglich in andere Bereich verlagern würde und kontrollieren ließe sich so eine Verbotszone auch nicht ausreichend. 


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