Anzeige
COESFELD: Pro und Contra Westfleisch-Ausbau
Teilen:

COESFELD: Pro und Contra Westfleisch-Ausbau

Das Unternehmen Westfleisch will künftig seinen Standort in der Coesfelder Bauerschaft Stockum erweitern. Der Stadtrat berät heute über die baurechtlichen Bedingungen für den Ausbau.

Veröffentlicht: Donnerstag, 19.12.2019 04:52

Anzeige

Tierschützer, die Grünen und der Naturschutzbund sind mit dem Vorhaben nicht einverstanden. Sie wollen am Nachmittag mit einer Mahnwache (16 Uhr) darauf aufmerksam machen.

Gegner sagen: Wird Westfleisch noch größer, bedrohe das die Existenzen von regionalen Viehhaltern. Westfleisch hält dagegen: Das Unternehmen arbeite mit vielen landwirtschaftlichen Betrieben aus dem Kreis Coesfeld und der Region zusammen. Die Erweiterung festige den Standort für die Zukunft - also auch die Partnerschaft mit den Landwirten.

Kritiker befürchten außerdem, dass Westfleisch durch den Ausbau mehr Wasser verbraucht. Das Unternehmen dementiert - es bleibe bei der Menge an Wasser, die das Unernehmen aus ihrem eigenen Brunnen entnehmen darf.

Aktivisten kritisieren, in Massenhaltungsbetrieben litten die Tiere beim Schlachten, da sie nicht ausreichend betäubt werden. Westfleisch verteidigt, die Betäubung mit Kohlendioxid ähnle der Narkose bei uns Menschen. Der Betrieb kontrolliere anschließend jedes Tier und überwache den Vorgang mit Kameras.

Stimmen die Politiker dem Antrag heute zu, stellt die Stadtverwaltung einen Bebauungplan auf und lässt von Gutachtern prüfen, ob ein Ausbau überhaupt möglich ist. Die CDU und die SPD als größte Fraktionen wollen dem zustimmen - Pro Coesfeld größtenteils auch, sieht das Vorhaben aber kritisch.

Anzeige
Anzeige
Anzeige