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Das Erschöpfungssyndrom
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Das Erschöpfungssyndrom

Manchmal reicht selbst eine lange Nacht Schlaf nicht aus, um wieder Energie zu tanken. Wenn Erschöpfung zum Dauerzustand wird, kann mehr dahinterstecken als Stress oder eine anstrengende Woche. Das sogenannte Erschöpfungssyndrom betrifft immer mehr Menschen und wird dennoch oft zu spät erkannt. Welche Warnsignale der Körper sendet und warum rechtzeitige Hilfe so wichtig ist, erfahrt ihr hier: "Wenn der Akku nicht mehr lädt".


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Manchmal reicht selbst eine lange Nacht Schlaf nicht aus, um wieder Kraft zu tanken. Wenn Erschöpfung zum Dauerzustand wird und sich Beschwerden schon nach kleinen Belastungen verschlimmern, kann ME/CFS dahinterstecken – eine schwere, chronische Erkrankung des Körpers, oft auch als schwerste Form von Long Covid.

Mehr als Müdigkeit

ME/CFS ist weit mehr als normale Müdigkeit. Es ist eine Multisystemerkrankung mit einer Vielzahl an Symptomen. Typisch sind anhaltende Erschöpfung, nicht erholsamer Schlaf, Konzentrationsprobleme, und vor allem eine deutliche Verschlechterung nach körperlicher, geistiger oder emotionaler Anstrengung oder Belastung. Diese sogenannte Post-Exertional Malaise, kurz PEM oder auch als Crash bezeichnet, ist ein zentrales Merkmal der Erkrankung.

Der Körper setzt Grenzen

Die Beschwerden beginnen oft nach einer Infektion und können den Alltag massiv einschränken. Neben der Belastungsintoleranz treten häufig Schmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme oder Reizempfindlichkeit auf. Erkrankte sind meist nicht mehr in der Lage, am gewohnten beruflichen und sozialen Leben teilzunehmen. ME/CFS ist dabei keine Frage von Willenskraft und auch keine psychische Erkrankung. Die Ursachen und medizinischen Mechanismen sind noch nicht genau erforscht. Oft liegen aber Entzündungen, Gefäßschäden und andere Probleme vor. Häufigster Auslöser der Erkrankung scheinen virale Erkrankungen wie Covid 19, Gürtelrose oder Pfeiffersches Drüsenfieber zu sein.

Hilfe statt Durchhalten

Wer betroffen ist, sollte Warnsignale ernst nehmen und Überlastung vermeiden. Statt sich zu überfordern, hilft ein angepasstes Energiemanagement mit Pausen und klarer Einteilung der Kräfte, oft als Pacing bezeichnet. Eine ärztliche Abklärung ist wichtig, um ME/CFS zu erkennen und andere Ursachen ähnlicher Beschwerden auszuschließen. Es gibt Medikamente, die die Symptome einiger Patientinnen lindern können, jedoch gibt es keine Standardtherapie. Zum jetzigen Zeitpunkt ist ME/CFS nicht heilbar.

Wichtig zu wissen

ME/CFS braucht Verständnis, medizinische Begleitung und eine Versorgung, die die körperlichen Grenzen der Betroffenen respektiert. Nicht Durchhalten ist hier der richtige Weg, sondern das Vermeiden von Überlastung.

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Das ganze Interview zum Anhören

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Radio KiepenkerlInterview zum Erschöpfungssyndrom
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Mehr Infos

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Weitere Informationen gibt es auch bei der Longcovid-Selbsthilfe-Münsterland. E-Mail: longcovid-selbsthilfe-muenster@gmx.de

Oder bei Katrin Ring: 0152 - 530 36 177.


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