
Bei Verhandlungen zu einem geplanten Kauf von Feuerwehrautos für 400.000 Euro schlichen sich Betrüger ein, und manipulierten so professionell, dass das Geld bei ihnen landete. Vorher war immer nur die Rede davon, dass der Lieferant der Fahrzeuge und die Stadt sich die Kosten teilen. Der Bürgmeister erklärt: natürlich bestehe ein Interesse der Öffentlichkeit an genauen Zahlen, gegenüber des Vertragspartners ging es aber auch um Vertraulichkeit. Nach einem Gespräch mit dem Unternehmen und grünem Licht, hat die Stadt Dülmen ihren Schaden also jetzt genauer beziffert. Außerdem stellt der Bürgermeister klar: es handelte sich um einen Fall von massivem Cyberbetrug. Die Kriminellen haben es letztendlich sogar geschafft sich direkt auch telefonisch in die Gespräche einzuschalten - die Stadt sei also nicht auf eine einfache Phishing-Mail hereingefallen. Das Konto auf dem das Geld gelandet ist hatte auch eine IBAN einer deutschen Filiale einer niederländischen Bank. Um die zusätzlich entstandenen Kosten zu decken, werden andere Feuerwehrfahrzeuge, deren Neuanschaffung nicht zeitkritisch ist, anders als geplant, erst später gekauft. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.