
Superintendentin Susanne Falcke räumt Fehler ein: Der Kirchenkreis Coesfeld, Steinfurt, Borken hätte den Kontakt zu den damals betroffenen Familien nicht abreißen lassen dürfen. Der Kirchenkreis hatte eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt, die Vorgänge rund um den Verdachtsfall zu untersuchen. Das Unternehmen hat Gespräche mit Involvierten geführt, Akten gewälzt und 300 digitale Dokumente analysiert. Als Konsequenz will der Kirchenkreis künftig Strukturen verbessern. Es müsse beispielsweise eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene geben, Mitarbeiter müssten interne aber auch externe Beratungsangebote und Seelsorge vermitteln. Die ersten Verdachtsfälle gab es 2012. Mehrere Familien hatten die damalige Kitaleiterin unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt. Das Verfahren wurde aus Mangel an Beweisen eingestellt.