
DÜLMEN: Neuer Anlauf für Südumgehung
Die Stadt Dülmen und der Kreis Coesfeld haben sich jetzt darauf verständigt, auf ein Berufungsverfahren im Falle der Baumallee an der geplanten Südumgehung zu verzichten. Das Verwaltungsgericht hatte Ende Februar entschieden, dass die Bäume an der Hülstener Straße stehen bleiben. Die Stadt Dülmen will stattdessen einen neuen Anlauf versuchen, um die Allee zu fällen, um das letzte Stück der Südumgehung zu bauen.
Veröffentlicht: Montag, 03.04.2023 12:29
Dazu will sie beim Kreis erneut beantragen, die Baumallee vom gesetzlichen Alleenschutz zu befreien. Dafür sind unter anderem aktuelle Gutachten nötig, die die Stadt in Auftrag geben will. Der Kreis entscheidet dann neu. Er hat dabei die Kritik des Verwaltungsgerichts im Blick. Nach der Auffassung der Richter habe der Kreis Fehler bei der Abwägung gemacht. Belange des Naturschutzes seien zu kurz gekommen. Und zudem hätten alternative Routen um die Allee herum besser geprüft werden müssen. Die Stadt hatte das ja gemacht. Das Gericht fordert, dass sich der Kreis damit auch beschäftigt. Das Problem bei einer Berufung wäre ein zeitaufwändiges Verfahren. Ein Berufungsverfahren kann sich mehrere Jahre hinziehen. Und wie es ausgeht, ist ungewiss. Sagt der Kreis und sieht einen neuen Antrag der Stadt Dülmen deswegen als den effizienteren Weg. Das bringe am Ende mehr Rechtssicherheit. Klar koste auch ein neuer Antrag viel Zeit, sagt die Stadt. Ihr oberstes Ziel sei aber, die Südumgehung möglichst schnell fertigzustellen, um den Lastwagenverkehr aus der Innenstadt herauszuholen. Das mache Dülmen deutlich attraktiver. Der BUND hatte mit Erfolg gegen den Kreis geklagt. Dieser hatte einer Fällaktion für den Lückenschluss der Südumgehung geklagt. Radio Kiepenkerl bleibt dran.