
Die Industrie- und Handelskammer für den Kreis Coesfeld kommt jetzt allerdings zu einem anderen Schluss. Sie hat die betroffenen Händler befragt und hält es für wahrscheinlich, dass bei einer größeren Fußgängerzone Kunden wegbleiben. Die Folge könnten noch mehr leer stehende Geschäfte in der Innenstadt sein. Und das wiederum würde dazu führen, dass Kunden in andere Städte ausweichen.
Änliche Sorgen hatte die Händlergemeinschaft Viktor schon in der Vergangenheit geäußert. Sie hofft, dass die Politik den Beschluss heute vertagt. Parallel arbeitet sie an Alternativen, um den Verkehr in der Innenstadt zu reduzieren und das Problem fehlender Parkplätze zu entschärfen.
Dülmen Marketing organisiert an den Adventssamstagen erstmals einen Shuttlebus, der Kunden in den Ortsteilen einsammelt und sie sie kostenlos in die Innenstadt fährt. Kommt das an, wäre es denkbar diesen Service künftig jeden Samstag anzubieten. Die Händlergemeinschaft unterstützt das. Sie glaubt, dass sich ein solcher Service in Zukunft rechnen könnte.
Für die Zukunft setzt die Händlergemeinschaft außerdem auf die Südumgehung. Die Straße sorge künftig für mehrere Tausend Autos weniger in der Innenstadt.