
Am Abend zogen in Dülmen rund 550 Menschen durch die Stadt - rund 100 mehr als vor einer Woche. Kirsten Mews aus dem Morgenteam war mit dabei. Ihre Bilanz: Die Teilnehmer sind, teilweise mit Lichterketten und Kerzen durch die Innenstadt gelaufen. Eine Fackel hat sie auch gesehen und einen Mann mit einer Binde am Arm, auf der stand "ungeimpft". Aber ansonsten: keine Plakate, keine Rufe. Die Polizei sagt auch: es gab keine Probleme. Einige Teilnehmer haben gesagt, ihnen gehen die Coronaregeln zu weit. Sie vertrauen der Politik nicht mehr und ihnen gehen die Maßnahmen zu weit. Viele wollten aber auch nicht mit ihr reden. Das hat auch Florian Kübber von den GRÜNEN festgestellt. Er hatte mit anderen Dülmenern einen Stand unter dem Motto "Impfen ist solidarisch" aufgebaut, um dagegen zu halten. Er hofft, dass sich einige der Teilnehmer noch umentscheiden und doch noch impfen lassen.
In der Nachbarstadt Münster demonstrierten auf dem Domplatz und am Aasee am Abend insgesamt gut 850 Impfpflicht-Gegner friedlich. An einer Gegendemo beteiligten sich gut 200 Menschen.