
DÜLMEN: St. Viktor-Gemeinde hilft Partnergemeinde in Peru
Hier bei uns im Kreis Coesfeld kehrt bei immer mehr Menschen der Alltag zurück - die schlimmste Zeit der Corona-Krise scheint erstmal überstanden. Gleichzeitig entwickelt sich gerade Südamerika zum neuen Coronavirus-Hotspot.
Veröffentlicht: Montag, 22.06.2020 16:02
Länder wie Brasilien und Peru sind aktuell besonders stark betroffen. Hunderttausende Erkrankte. Und weil das Gesundheitssystem dort am Boden liegt, versucht die Peru-Hilfe der St. Viktor-Gemeinde in Dülmen jetzt von hier aus zu helfen. Es gibt in Peru ja besonders viele arme Menschen, die sich vor der Krise schon kaum über Wasser halten konnten. Und jetzt geht es wirklich um Leben und Tod, sagt Christiane Daldrup von der Peru-Hilfe. Peru habe die strengste Ausgangssperre Südamerikas, trotzdem steigen die Fallzahlen weiter. Arme Menschen können sich aber nicht schützen und isolieren, da sie arbeiten müssen und dabei Gefahr laufen, sich anzustecken. Die Peru-Hilfe Dülmen hat zwei Projekte, die sie unterstützt. Einmal das Projekt Tablada am Rande der Hauptstadt Lima, wo die Dülmener Peru-Hilfe rund um Christiane Hoppe das Komedor, also eine Suppenküche, ein Gemeinde- und ein Gesundheitszentrum betreibt. Die Enge in der Stadt macht vielen Angst. So verbreitet sich das Virus auch immer weiter. Genauso wie im zweiten Projekt in Caraveli, mitten im Hochgebirge in den Anden - hier versorgt ein Orden, der vor gut 60 Jahren vom Dülmener Pfarrer Friedrich Kaiser gegründet wurde, Familien, die in den abgelegenen Dörfern sonst zum Beispiel keinen Zugang zu Medizin hätten. Es gibt zwar einige Dauerspender. Aber normalerweise verkauft das Team unter anderem Osterkerzen oder Adventsgestecke in der Weihnachtszeit, sagt Christiane Hoppe. Es brechen viele Spendengelder weg, weil das Team nicht mehr so intensiv werben kann. Spenden sind aber dringend nötig. Denn während hier die Corona-Krise scheinbar im Griff ist, geht es in Peru damit leider gerade erst richtig los. Alle Infos zu den Projekten gibt es hier.