
DÜLMEN: Vogelsterben am Welter Bach
Es ist wirklich schlimm. Fast täglich sehen Ausflügler an einem Teich am Naturschutzgebiet Welter Bach tote Enten, Gänse – und jetzt auch Singvögel. Ein Umweltexperte hat sich die Situation jetzt angeschaut und das bestätigt: Das Ganze nimmt immer größere Ausmaße an.
Veröffentlicht: Freitag, 09.09.2022 04:29
Das ist wirklich übel an dem Teich. Der Bund für Umwelt und Naturschutz, der Betreiber des Teiches hatte ja Wasser abgelassen und Branntkalk aufgebracht. Eine giftige Lauge hatte sich gebildet und die Tiere getötet. Der Keris hatte dem BUND zur Auflage gemacht, den Boden abzutragen. Das ist an zwei Stellen nicht passiert. Davon hat sich der Umweltexperte des Kreises jetzt vor Ort überzeugt – vermutlich gibt es deswegen weitere tote Wasser- und Singvögel. Der Kreis bleibt dran.
Experten haben Proben von dem Wasser des betroffenen Teiches und eines Nachbarteiches genommen. Die Ergebnisse liegen ganz aktuell vor und sind ein Hoffnungsschimmer. Die Proben sind unbedenklich. Was noch aussteht sind die Ergebnisse der toten Vögel. Der Kreis hatte einige Tiere an ein Labor geschickt. Und noch etwas positives: Durch den vergangenen regen entspannt sich die Lage an dem Teich leicht: Der Branntkalk reagiert mit dem Regenwasser und wird zu Löschkalk. Und der ist harmlos.
Der BUND wollte durch die Aktion nicht heimische Fische aus dem Teich entfernen. Die Aktion ist gründlich danebengegangen.