
Landwirte sorgen sich um ihre Schafe, Kühe und co., Naturschützer dagegen freuen sich, dass sich die Raubtiere wieder ausbreiten. Die Naturschutzbehörde des Kreises will vorbeugen und einen Wolfschutzzau im Merfelder Bruch bauen. Darüber hat der entsprechende Beirat des Kreises jetzt beraten und dem Plan zugestimmt. Dieses Okay ist wichtig, denn eigentlich gilt in den Naturschutzgebieten Merfelder Bruch und Heubachwiesen ein Bauverbot. Aber Ziel ist es ja, mit diesem Zaun die Wildpferde-Herde im Merfelder Bruch zu schützen. Vor einiger Zeit haben Förster in der Wildpferdebahn ein gerissenes Damwild entdeckt. Das Landesumweltamt hat später bestätigt: Das ist ein Wolf gewesen. Ein neun kilometer langer Zaun soll Wölfe künftig davon abhalten, die Wildpferdebahn zu betreten. Der Schutz der 400 Tiere starken Wildpferdeherde ist dringend nötig, denn es handelt sich um eine der ältesten Pferderassen Deutschlands und die Wildpferde gelten als Kulturgut. Der Aufbau des Zauns soll so umwelt- und naturschonend wie möglich geschehen.