
EMKUM: Fristende für Wochenendsiedlung
Mehrere Monate hatten Anwohner der Wochenendhaussiedlung Emkum in Seppenrade Zeit eine Stellungnahme beim Kreis abzugeben, warum sie dauerhaft auf ihrem Grundstück wohnen müssen. Seit heute (01. Februar) ist die Frist für die über 60 Betroffenen abgelaufen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 01.02.2023 05:26
Gut 80 Prozent der betroffenen Anwohner haben eine Stellungnahme an den Kreis geschickt. Zwei Bewohner haben ihren Lebensmittelpunkt inzwischen an einen anderen Ort verlagert. Alle anderen nennen Gründe, warum der Kreis es dulden sollte, dass sie dauerhaft auf ihren Grundstücken wohnen. Einige führen an, dass sie zu alt seien, um umzuziehen und sich woanders neu einzuleben. Andere berufen sich darauf, dass sie krank sind und wieder andere wünschen sich, dass ihre Kinder im gewohnten Umfeld bleiben können. Häufig nennen die Familien finanzielle Gründe. Sie hätten schließlich in das Haus und das Grundstück investiert. Der Kreis bewertet jetzt die Stellungnahmen und entscheidet im Einzelfall. Bei den Anwohnern, die sich nicht geäußert haben, passiert das nach Aktenlage.
Teilweise wohnen die betroffenen Anwohner schon seit Jahrzehnten in der Siedlung. Für ein dauerhaftes Wohnen fehlt jedoch die baurechtliche Grundlage. Erst im Dezember hatte das Verwaltungsgericht die Klage eines Anwohners abgewiesen.