
Damit wächst das Vertrauen in die Demokratie. Trotzdem fühlt sich die Mehrheit der Jugendlichen nicht von der Politik ernst genommen. Bundesjugend- und -familienministerin Franziska Giffey schlägt deshalb vor das Wahlalter auf 16 Jahre zu senken. Radio Kiepenkerl-Politikwissenschaftler Klaus Schubert von der Uni Münster sieht das skeptisch. Medien, Schulen und die Politik selbst müssten politische Zusammenhänge ausführlicher und verständlicher erklären. Außerdem müssten sich die Parteien viel stärker um ihre Jugendorganisationen, also ihren Nachwuchs, kümmern. Außerdem wird in der Studie deutlich: Die Mehrheit der Jugendlichen findet es gut, dass Deutschland viele Flüchtlinge aufgenommen hat - fast jeder Zehnte stimmt jedoch rechtspopulistischen Aussagen zu. Klaus Schubert sagt dazu: Erwachsene müssten stärker gegen Rechtspopulisten argumentieren. Das gelte für soziale Netzwerke und auch für das normale Leben im Alltag. Jugendliche würden sich schließlich an dem Verhalten von Erwachsenen orientieren.