
Doch genau die sind immer schwerer zu finden, schlechtes Gehalt und Wochenendarbeit schrecken viele ab. Das Deutschen Rote Kreuz spricht heute in Münster über Lösungen. Eine könnte sein: geflüchtete Menschen für Pflegeberufe auszubilden. Grundsätzlich finden Pflegeheime das nicht verkehrt, aber kurzfristig ließe sich der Fachkräftemangel damit nicht beheben. Ganz Wichtig: Flüchtlinge müssen erstmal die deutsche Sprache lernen. Sie müssen sich mit den Pflegebedürftigen unterhalten können und ihre Arbeit jeden Tag schriftlich festhalten, sagt beispielsweise das Altenhilfezentrum St. Mauritius in Nordkirchen. Allein die Sprache zu lernen dauert und dann kommt noch die Pflegeausbildung hinzu. Das Ludgerus Stift in Billerbeck hat schon gute Erfahrungen mit ausländischen Pflegekräften im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres gemacht. Doch ob ein Flüchtling für den Pflegeberuf geeignet ist, hängt letzten Endes immer vom einzelnen Menschen ab. Auch die Christophorus Kliniken in Coesfeld, Dülmen und Nottuln sind grundsätzlich offen für Flüchtlinge in Pflegeberufen. Voraussetzung seien aber gute Deutschkenntnisse und eine entsprechende Ausbildung. Das brauche Zeit. Im kommenden Jahr startet der neue Ausbildungsberuf zum Pflegefachmann bzw. - frau. Dieser führt die Alten- und Krankenpflegeausbildung zusammen. Das soll Mitarbeiter flexibler einsetzbar machen. Schon heute arbeiten viele Krankenpfleger im Altenheim und umgekehrt.