
Hat sich die KI verselbständigt?
Am Mittwoch machte erstmals eine Schauer-Nachricht die Runde: Ein KI-Programm des Unternehmens "Open AI" habe sich verselbstständigt und das Programm eines anderen Systems angegriffen. Cybersicherheitsexperte Christoph Saatjohann von der FH Münster erklärt verständlich, was genau dahinter steckt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 23.07.2026 07:43
Diese Nachricht hat einige von Ihnen am Mittwoch wohl in einen Science-Fiction-Film versetzt: Eine künstliche Intelligenz (KI) des Unternehmens "Open AI" hat sich in einem Testlauf verselbstständigt, ist in das KI-Programm eines anderen Unternehmens eingedrungen und habe es auf diese Weise angegriffen. In der Radio-Kiepenkerl-Morgenshow erklärt der Cybersicherheitsexperte Prof. Dr. Christoph Saatjohann von der FH Münster den Vorfall. Die KI habe ihre Aufgabe zwar in einer erschreckend kreativen und erfolgreichen Art und Weise gelöst, habe sich aber nicht tatsächlich verselbstständigt. Es habe sich um einen Testlauf zum Finden von Sicherheitslücken gehandelt, bei dem die sonst üblichen Sicherheitsmaßnahmen bewusst deaktiviert gewesen seien.
Für den private Nutzung von KI-Diensten zeigt der Vorfall erneut, wie wichtig die bewusste und sorgsame Zulassung von Rechten an die KI ist. Das gilt insbesondere für die sogenannte "agentische KI", also die Versionen der künstlichen Intelligenz, die Zugriff auf den eigenen Computer, andere Software oder persönliche Benutzerkonten haben kann.
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