
Er sah an der Nordick-Schliekstraße eine nackte Frau im Gebüsch liegen. Und das Schlimmste, die Frau hatte seiner Meinung nach keinen Kopf. Was für ein Riesenschock das gewesen sein muss. Der Fußgänger alarmierte die Polizei. Gleich mehrere Streifenwagen machten sich mit Blaulicht und Sirene auf den Weg nach Herbern. Extra viele Polizisten waren unterwegs, um auf die Situation schnell zu reagieren. Das heißt, um den Tatort abzusperren und um erste Spuren zu sicher. Eine Mordkommission aus Münster hätte die Ermittlungen dann übernommen und die Staatsanwaltschaft hätte sich zudem zügig eingeschaltet. Die Polizisten des ersten Streifenwagens, der an der Straße ankam, hatten die Aufgabe, genau nachzuschauen, was da los war. Vorsichtig bogen sie Zweige auseinander und da lag eine lebensgroße aufblasbare Plastikpuppe. Ihren Kopf hatte sie auch noch. Ob es sich um einen Scherz von Jugendlichen handelte oder ob der Besitzer seine Puppe unterwegs verloren hat, das bleibt vermutlich ein großes Rätsel.