
Der ABC-Zug hat auf dem alten Deponie-Gelände in Höven geübt, zum ersten Mal wieder seit über anderthalb Jahren. Der Zug kommt bei Unglücksfällen mit atomaren, biologischen oder chemischen Gefahrenstoffen zum Einsatz. Kreisbrandmeister Christoph Nolte ist zufrieden. Im Großen und Ganzen habe alles geklappt. Er ist froh, dass die Wirtschaftsbetriebe des Kreises das Gelände zur Verfügung gestellt haben. Durch die Gärprozesse im Müll entstehen hier Gase. Die Teams haben an mehreren Stellen gemessen und den Umgang mit der komplizierten Messtechnik der Spezialfahrzeuge geübt. Das schult sie zum Beispiel für Einsätze bei dem Verdacht eines Gaslecks. Normalerweise gibt es drei bis viermal pro Jahr kleinere Übungen und einmal pro Jahr eine größere Übung mit Kräften aus dem gesamten Regierungsbezirk. Durch die Pandemie gab es jetzt eine lange Zwangspause. Geplant ist künftig die Kommunikation bei ABC-Einsätzen weiter zu verbessern. Der Kreis will dafür einen Einsatzwagen als Kommunikationszentrale ausbauen. Dafür vorgesehen ist das Feuerwehrauto, das gerade noch als Impfmobil im Kreis Coesfeld unterwegs ist.