
Das neue Infektionsschutzgesetz sieht harte Regeln für Regionen vor, die drei Tage hintereinander einen Inzidenzwert von 100 oder höher haben. Ob es in Kraft tritt, entscheiden heute unter anderem die Bundestagsabgeordneten aus dem Münsterland. Die dritte Welle muss gebrochen werden und das funktioniere nur, wenn es bundesweite Regeln gibt, sagt CDU-Mann Marc Henrichmann aus Havixbeck. Ähnlich sieht das Ingrid Arndt-Bauer aus dem Nachbarkreis Steinfurt vom Koalitionspartner SPD. Bei der Ausgangssperre gehe es nicht darum, Menschen einzusperren, sondern Treffen in größeren Gruppen zu verhindern. Der AfD-Abgeordnete Michael Espendiller aus dem Nachbarkreis Borken hält die Pläne dagegen für falsch. Der Schutz sollte sich vielmehr auf Menschen aus Risikogruppen konzentrieren, weil sie am stärksten gefährdet sind zu sterben. Und die Linken-Politikerin Kathrin Vogler aus dem Nachbarkreis Steinfurt fordert die Wirtschaft stärker zur Verantwortung zu ziehen. Unternehmen, die keine Waren für den alltäglichen Bedarf herstellen, sollten die Produktion vorübergehend einstellen und Mitarbeiter Zuhause lassen. Noch ist der Kreis Coesfeld von einer Notbremse entfernt. Der wichtige Inzidenzwert liegt heute Morgen bei 93,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche.