
Einige Praxen hätten sich schon aus dem Impfsystem abgemeldet. Wir haben in Hausarztpraxen im Kreis Coesfeld nachgefragt, wie sie die Situation erleben. Die Lage ist angespannt. Der Ansturm impfwilliger Patienten ist groß, gleichzeitig sind die Impfstoffmengen immer noch begrenzt. Außerdem müssen die Ärzte sich auch noch um die üblichen Patienten kümmern. In der Praxis Brüggemann-Sensebat in Dülmen beispielsweise bekommen die Mitarbeiterinnen immer wieder den Frust ab, der daraus entsteht. Einige Patienten werfen ihnen vor die Abläufe schlecht zu organisieren. Ähnliches erlebt das Team in der Gemeinschaftspraxis am Nonnenbach in Nottuln. Das Team der Praxis Prenger-Berninghoff in Dülmen wünscht sich ebenfalls mehr Verständnis. Es sei im Moment einfach schwierig verlässlich zu planen. Wartezeiten ließen sich kaum vermeiden. Auch wenn die Nerven blank liegen, alle Praxen, mit denen wir gesprochen haben, wollen weiter impfen, weil es wichtig ist. Sich aus dem System abmelden, kommt für sie nicht in Frage.