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KREIS: AOK und APOs mit Tipps gegen Insekten
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KREIS: AOK und APOs mit Tipps gegen Insekten

Mücken, Wespen, Zecken - jetzt im Sommer schwirren besonders viele davon durch den Kreis und nerven.

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Apotheken vor Ort beraten

Hast Du'n Stich? Mücken-, Wespen- und Zeckenstiche richtig behandeln

Coesfeld, 11. August 2026. Mücken, Wespen, Zecken: Im Sommer sind die kleinen Plagegeister der Natur besonders häufig unterwegs und stechen zu. Erwischen sie einen, sind lästiger Juckreiz und angeschwollene Einstichstellen die Folge. Wie lassen sich Stiche im besten Falle verhindern und was ist zu tun, wenn es einen doch erwischt hat? Dr. Stephan Barrmeyer, Sprecher der Apothekerschaft im Kreis Coesfeld, gibt einen Überblick.

Ideal ist es, bereits mit der richtigen Kleidung vorzubeugen – das gilt insbesondere für Zecken. Wer in der Natur unterwegs ist und durch Wald und Wiese wandert, kann sich mit langer Kleidung in Kombination mit Socken und festen Schuhen vor Zecken- sowie Grasmilbenstichen schützen. Idealerweise steckt man die Hosenbeine in die Socken. Dr. Stephan Barrmeyer weiß, dass das nicht immer möglich ist und verweist auf Abwehrmittel aus der Apotheke, welche direkt auf der Haut angewendet werden: „Bestimmte Sprays können zusätzlichen Schutz vor verschiedenen Insekten bieten. Geeignete Mittel können auch auf die Kleidung gesprüht werden. Ganz wichtig: Für Kinder gibt es eigene, passende Produkte.“

Nach dem Aufenthalt in der Natur gilt: Erst duschen und dann absuchen. Zecken krabbeln häufig zunächst über den Körper, bevor sie sich festbeißen. Duschen kann daher helfen, die Spinnentiere vor dem Stich abzuspülen. Immer sollte der Körper jedoch dennoch gründlich nach Zecken abgesucht werden. „Hat sich eine Zecke in der Haut festgebissen, kann man sie auch nicht abduschen – und dann muss sie schnellstmöglich entfernt werden. Dazu am besten eine Zeckenpinzette nutzen oder einen Zeckenhaken“, erklärt Barrmeyer. „Danach sollte die Einstichstelle sorgfältig desinfiziert und in den folgenden Tagen und Wochen beobachtet werden. Breitet sich eine Rötung aus, oder treten Symptome wie bei einer Grippe auf, kann dies auf eine Borreliose hindeuten. In diesem Fall ist eine ärztliche Abklärung unbedingt erforderlich, da die Erkrankung mit Antibiotika behandelt werden muss“, betont der Apotheker.

Auch Wespenstiche treten in den Sommermonaten häufig auf und sind ziemlich schmerzhaft. Die wichtigste Sofortmaßnahme hier lautet: kühlen, kühlen, kühlen. „Das lindert zum einen die Schmerzen und kann außerdem verhindern, dass sich das Gift weiter ausbreitet“, weiß Dr. Stephan Barrmeyer. „Anschließend kann die Stichstelle mit einem antiallergischen Gel oder einer geeigneten Creme behandelt werden. Auch elektronische Stichheiler können die Symptome durch eine gezielte starke Wärmeeinwirkung lindern.“ Welche Produkte geeignet sind, sei individuell verschieden, betont Barrmeyer: „Die Teams in den Apotheken vor Ort beraten dazu immer individuell, denn nicht jedes Präparat passt für alle.“ Auf das Kratzen der Einstichstelle sollte hingegen verzichtet werden: „Das schadet mehr, als dass es nutzt und führt schlimmstenfalls zu einer Infektion der Einstichstelle.“

Kommt es zu einer schweren allergischen Reaktion, etwa durch das Anschwellen der Atemwege oder Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen, muss sofort der Notarzt gerufen werden. „Das ist immer ein Notfall: Ein Stich für Menschen mit einer Insektengiftallergie kann lebensbedrohlich sein.“

Besondere Vorsicht ist auch bei Stichen in Lippen, Mund oder Rachen geboten, da hier auch bei Nicht-Allergikern lebensbedrohliche Schwellungen auftreten können. In solchen Fällen sollte ebenfalls sofort gekühlt werden, beispielsweise mit Eiswürfeln, und umgehend ärztliche Hilfe angefordert werden. Auch bei Stichen in Augennähe oder bei großflächigen Rötungen der Haut rund um die Einstichstelle ist eine ärztliche Abklärung unerlässlich.

Mücken gehören ebenfalls zu den typischen, wenngleich hierzulande auch weniger gefährlichen, Plagegeistern jeden Sommers. Vor allem nachts stechen sie zu. Was die Mücken anlockt ist vor allem Kohlendioxid – enthalten in der Atemluft der Menschen. Auch Schweiß und der Geruch des Körpers selbst wirken anziehend auf Mücken. „Neben anderen vorbeugenden Maßnahmen, wie etwa einem Mückennetz über dem Bett, können auch hier Repellents verwendet werden. Bei der Behandlung der Stiche selbst kommen dann – wie bei anderen Insektenstichen auch – Gels oder Cremes zum Einsatz, die kühlen und die Symptome wie Schwellungen und Juckreiz abmildern. Die Teams in den Apotheken haben die passenden Präparate griffbereit und beraten zur richtigen Anwendung“, so Barrmeyer.

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Insektenstiche: 366 ambulante Behandlungen im Kreis Coesfeld

Vorsicht bei allergischen Reaktionen

Kreis Coesfeld, 11.08.2026

Ob Mücke, Bremse, Biene oder Wespe: Einige Menschen reagieren mehr oder weniger stark allergisch auf den Stich einiger Insekten. Für manche kann diese allergische Reaktion gefährlich werden. Nach einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest mussten im vergangenen Jahr allein im Kreis Coesfeld 366 AOK-Versicherte wegen Insektenstichen ambulant behandelt werden. „Ein Insektenstich ist zwar schmerzhaft, juckt oder brennt, aber meist nicht weiter schlimm. Gefährlich wird es jedoch, wenn der Körper allergisch reagiert oder bei Stichen im Mund- und Rachenraum“, warnt AOK-Serviceregionsleiter Michael Faust. Insbesondere anaphylaktische Schocks können lebensbedrohlich sein. Bei solchen Reaktionen sollte umgehend der notärztliche Dienst unter der Nummer 112 verständigt werden. Übertrieben ist das keinesfalls: Allein in Deutschland sterben jährlich durchschnittlich 200 Menschen an einer anaphylaktischen Reaktion. Es wird von einer deutlich höheren Dunkelziffer ausgegangen, da die Ursache Insektenstich nicht immer erkannt wird.

Sofort-Maßnahme: Kühlen

Jeder Mensch wird hin und wieder von einem Insekt gestochen – gerade im Sommer, wenn Mücken, Bremsen, Wespen und Bienen in Scharen unterwegs sind. Meist ist ein Stich harmlos: Er schmerzt eventuell ein wenig, die Einstichstelle rötet sich und juckt. Es bilden sich kleine Quaddeln und Schwellungen. Anstatt zu kratzen, hilft vor allem kühlen. Manche setzen auf Hausmittel wie eine Quarkpackung oder das Einreiben mit einer Zwiebel. Bei starken Symptomen hilft ein Antihistaminikum oder eine cortisonhaltige Salbe aus der Apotheke.

Vorsicht bei Infektionen

Ein Insektenstich kann gefährlich werden, wenn etwa durch Kratzen Bakterien in tiefere Schichten gelangen. Dann droht eine massive Umgebungsinfektion. Diese muss im Einzelfall sogar mit einem Antibiotikum behandelt werden. Auf jeden Fall gilt: Bei einer zunehmenden und langanhaltenden geröteten Schwellung, sollte eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.

Allergische Reaktionen auf Insektenstiche

In der Regel ist der Stich spätestens nach ein paar Tagen wieder vergessen.

Nicht so bei Menschen mit einer Insektengiftallergie. Hier wehrt sich das Immunsystem gegen bestimmte Eiweißbestandteile des jeweiligen Gifts. Für Betroffene kann diese allergische Reaktion gefährlich werden und zu einem anaphylaktischen Schock führen. In den meisten Fällen sind es die Stiche von Bienen oder Wespen, die eine allergische Reaktion hervorrufen. Dabei führt ein Bienenstich häufiger zu schweren Symptomen als ein Wespenstich. Örtliche Sofortreaktionen wie kreisförmige Schwellungen, Rötungen und starker Juckreiz breiten sich in der Regel innerhalb von Sekunden aus. Bei der allergischen Systemreaktion können Schweißausbrüche, Schwindel, Übelkeit und Herzrasen auftreten. Gefährlich wird es, wenn Kreislaufreaktionen, asthmatische Beschwerden und Schwellungen in den oberen Atemwegen mit starker Luftnot und Bewusstlosigkeit hinzukommen. Dann liegt ein anaphylaktischer Schock vor, der notfallärztliche Versorgung erfordert. Eine Insektengiftallergie kann im Extremfall zu einem Atem- und Herz-Kreislauf-Stillstand führen. Allergieerkrankte sollten sich von ihrem Arzt beraten lassen und ihr ärztlich verordnetes Notfallset stets bei sich tragen und dessen Anwendung kennen.

Stiche im Mundraum

Besonders gefährlich sind Wespen- aber auch Bienenstiche im Mund- und Rachenraum. In einem solchen Fall sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden oder bei zunehmender Atemnot den Notruf 112 wählen. Wenn möglich, sofort innerlich und äußerlich kühlen: Dazu eignen sich kalte Umschläge oder ein in ein Handtuch eingewickelter Kühlbeutel mit Eiswürfeln. Um eine Schwellung zu verhindern, hilft es, Eiswürfel zu lutschen.

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