
Gab es vor 10 Jahren noch 53, so sind es aktuell noch 46 Apotheken im Kreis. Weitere könnten in den kommenden Jahren wegfallen, denn ein großer Anteil der Apotheker im Kreis geht in den Ruhestand. Dazu kommt ein Fachkräftemangel. Nach einer aktuellen Studie des Kölner Instituts für Handelsforschung kommen 20 offene Stellen auf einen suchenden Apotheker. Nachfolger sind kaum zu finden, sagt der Coesfelder Stephan Barrmeyer, der Sprecher der Apotheken im Kreis. Hinzu kommt, dass es inzwischen auch schon Orte ganz ohne Apotheke gibt. Wie beispielsweise Holtwick. Ein Grund ist, dass es hier keinen Arzt mehr gibt. Nach wie vor dreht das Kerngeschäft einer Apotheke um Arzneien. Fehlt der Arzt, hat es eine Apotheke schwer zu überleben. Die Zukunft der Apotheken hänge zudem von den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ab. Beispielsweise sei der bürokratische Aufwand viel zu groß. Die Forscher empfehlen unter anderem, das Image der Apotheken als Grundversorger in den nächsten Jahren gezielt zu stärken. Dazu zählten etwa auch Impfangebote oder Gesundheitstests.