
Echte Hitze-Profis im Job sind auch Straßenarbeiter. Sie arbeiten in der prallen Sonne und Schatten gibt es kaum. Die Teams der Firma G und S Straßenbau aus Dülmen sind gerade auf der Großbaustelle zwischen Dülmen und Buldern zugange. Beim Straßenasphaltieren bekommen sie die Hitze von rund 170 Grad von unten ab und von oben 35 Grad und mehr. Wer das nicht kennt, hält es nicht aus. Auch für Dachdecker ist das Wetter nicht ohne. Sonnencreme auf den Armen und im Gesicht braucht Frank Schoppen aus Lette schon gar nicht mehr, so heftig ist er gebräunt. An der Baustelle steht ein Kühlschrank, wer aufs Dach steigt, nimmt Plastikflaschen mit Wasser mit. Schauen wir noch in den Stall: Die Hitze macht den Tieren zu schaffen. Die Landwirte kühlen die Luft in den Ställen und sorgen für so wenig Streß für die Tiere wie möglich. Ein Recht auf Hitzefrei gibt es nicht, sagt die Gewerkschaft Ver.di. Betriebsrat und Arbeitgeber sollten sich abstimmen, welche Lösungen gegen Hitze sinnvoll und machbar sind.