
Das zeigt heute eine Sonderauswertung der PISA-Studie. Darin steht unter anderem: Nur etwa ein Drittel der deutschen Schulen hatte im Jahr 2018 eine moderne Online-Lernplattform. Damit liegt Deutschland unter dem Durchschnitt aller Länder, die in dieser Studie mit einbezogen sind. Nur wenige Länder wie Japan oder Argentinien schneiden schlechter ab. Ganz oben sind Singapur und Dänemark. Dort gibt es in nahezu allen Schulen solche Programme. Die Lehrergewerkschaften im Kreis Coesfeld überrascht dieses Ergebnis nicht. Sie beklagen die Probleme beim digitalen Unterricht schon seit Jahren. Die Corona-Pandemie habe deutlich gezeigt, dass es vor allem an Geräten wie Tablets, Laptops oder Computern für den Unterricht in der Schule und für das Lernen von zuhause aus fehlt. Mittlerweile fließe Geld aus Förderprogrammen. Dennoch sieht Doris Feldmann vom Verband Bildung und Erziehung im Kreis Coesfeld noch viele Baustellen. Es fehlen zum Beispiel Technik-Experten in den Schulen, die sich um Geräte und Software kümmern. Ähnlich sieht das auch Simone Flissikowski von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Kreis Coesfeld. Außerdem gebe es im Moment ein ziemliches Durcheinander bei den Online-Lernplattformen. Schulen nutzten sehr unterschiedliche Systeme.
Inzwischen habe die Landesregierung zwar die kostenlose Lernplattform LOGINEO auf die Beine gestellt, aber die sei noch nicht ausgereift, sagt die GEW. Viele Schulen würden die Plattform deshalb nicht nutzen.