
Im Rheinland, in Köln und Aachen, geben einige Schulen die Zeugnisse zum ersten Mal testweise digital aus. Das soll es Schulabgängern künftig erleichtern sich auf Ausbildungs- und Studienplätze zu bewerben. Der Schulleiter Ulrich Vomhof von der Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule in Nordkirchen hätte das Verfahren gerne auch an seiner Schule getestet. Es sollte allerdings weiter möglich sein, Papierzeugnisse auszustellen. Das Annette von Droste Hülshoff-Gymnasium in Dülmen ist dagegen noch etwas skeptisch, ob digitale Zeugnisse auch fälschungssicher sind. Sie ist deshalb froh, dass es den Testlauf im Rheinland gibt. Die Freiherr vom Stein-Realschule in Coesfeld sieht Vor- und Nachteile: Einerseits seien digitale Zeugnisse schwieriger zu verlieren als Papierzeugnisse, andererseits könnte es für Schulen zeitintensiv und aufwendig sein sich in ein digitales System einzuarbeiten. Die Bundesdruckerei arbeitet derzeit mit einem IT-Dienstleister und dem Land Sachsen-Anhalt ein technisches System aus, mit dem sich die digitalen Zeugnisse erstellen lassen. Sie sagt: Das Ganze sei einfach, fälschungssicher und datenschutzkonform. Bis Ende kommenden Jahres soll es in allen Bundesländern für Schulen möglich sein, das System auszuprobieren.