
KREIS: Bearbeitungsstau hat dramatische Folgen
Die Caritas im Bistum Münster schlägt Alarm. Der Bearbeitungsstau rund um die Gelder für Pflegeleistungen bringe Altenheime wirtschaftlich an ihre Grenzen und sei für Pflegebedürftigen und deren Angehörige eine Zumutung.
Veröffentlicht: Donnerstag, 05.12.2024 10:47
Die Pflegekassen und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe handeln die Pflegesätze aus. Auf dieser Grundlage berechnen die Altenheime unter anderem, was Bewohner und deren Angehörige zahlen müssen. Das Problem: Bei den Verhandlungen kommt es immer wieder zu Verzögerungen. Die Altenheime bekommen die Zahlen verspätet und das wiederum bedeutet, dass sie selbst keine Planungssicherheit haben und immer wieder Nachforderungen zu Rechnungen an Pflegebedürftige und deren Angehörige verschicken müssen. Teilweise sollen die dann Tausende Euro nachzahlen und geraten an ihre Grenzen. Besonders dramatisch ist es, wenn Angehörige so eine Nachforderung für einen bereits verstorbenen Angehörigen bekommen. Die Caritas fordert die Pflegekassen auf mindestens vier Wochen bevor die alten Preise auslaufen in die Verhandlungen einzusteigen, damit rausgeschickte Rechnungen künftig wieder auf aktuellen Zahlen beruhen und Bestand haben.