
KREIS: Bedrohung von Apothekerinnen im Notdienst?
Ob in Arztpraxen, Postfilialen oder Tankstellen - viele Mitarbeiter im Kreis Coesfeld haben schon länger damit zu kämpfen, dass der Umgangston einiger Kunden rauer wird. Im Ruhrgebiet betrifft es momentan viele Apothekerinnen, die sich alleine im Notdienst befinden.
Veröffentlicht: Montag, 05.12.2022 04:53
Der Apothekerverband empfiehlt daher, dass sie nicht alleine im Notdienst arbeiten. Marietheres Reher Gremme von der Bärenapotheke in Dülmen, sagt, dass die Apothekerin alleine ist und hinter verschlossenen Türen arbeitet. Patienten werden nur durch die Notdienst-Klappe versorgt und nicht in die Apothekenräume hereingelassen. Dadurch gäbe es eine gewisse Sicherheit. Sie weiß aber von Ihrer Tochter, die im Ruhrgebiet arbeitet, dass es sogar am Telefon schon zu Beleidigungen kam. Bei Ihrer Apotheke hier in Dülmen habe es solche Vorfälle aber zum Glück bisher nicht gegeben. Auch Kreis-Apothekersprecher Stephan Barrmeyer aus Coesfeld sagt: Mit den wenigen Mitarbeitern sei es nicht anders zu regeln, als die Apothekerinnen alleine in der Schicht arbeiten zu lassen. Dennoch sollten die Mitarbeiterinnen immer an ihren eigenen Schutz denken und Kunden im Notdienst nur über den Notfall-Schalter bedienen.