
Einige von Ihnen sind besorgt, dass die Gesundheitsbehörden spätestens im Herbst überfordert sein könnten, wenn Erkältungen und die normale Grippe dazukommen. Einige Experten schlagen jetzt vor anstatt jede einzelne Infektion zu verfolgen sich auf Cluster-Ereignisse zu konzentrieren, bei denen Einzelne viele andere angesteckt haben könnten. Virologe Stephan Ludwig von der Uni Münster sieht darin Vorteile. Es gebe genug Veranstaltungen, aus denen sich größere Corona-Ausbrüche entwickelten haben. Beispiele seien die Apres Ski Party im österreichischen Ischgl und die Karnevalssitzung in Heinsberg zu Beginn der Pandemie. Sinnvoll wäre seiner Meinung nach eine Liste von Veranstaltungen, die zu vermeiden sind oder sogar verboten sein sollten. So etwas gebe es zum Beispiel in Japan. Mehr Einschätzungen des Virologen sehen Sie in dem ausführlichen Videointerview der Uniklinik Münster.
Video: Prof. Stephan Ludwig über die Infektionsverfolgung von Clustern, Quelle: UKM