
Das haben Forscher der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Münster in einer Studie untersucht. Heute haben sie die Ergebnisse einer Online-Umfrage vorgestellt. Die Jugendlichen haben sich zu Couchpotatoes entwickelt. Sie haben in der Hochzeit des Lockdowns im April und Mai nur auf dem Sofa rumgehangen und viele waren bis zu acht Stunden, einige sogar noch länger im Internet unterwegs oder haben sich einen Film nach dem anderen reingezogen. Das, sagen die Forscher, hat massiv ihrem Wohlbefinden geschadet. Je weniger sich die Jugendlichen bewegt haben, umso unzufriedener sind sie geworden. Und je unzufriedener sie sind, umso weniger Lust haben sie, sich aufzuraffen und zu bewegen. Das ist ein Teufelskreis, alarmieren die Forscher. Auch in kontaktarmer Zeit sei es wichtig, Bewegung in den Pandemie-Alltag zu integrieren und Online-Angebote darauf auszurichten. Für die Studie haben die Forscher über 1000 Schüler zwischen 11 und 17 Jahren befragt.