
Heute vor 50 Jahren, am 16. Januar 1972, leitete ein Erlass des Bundesinnenministeriums das Ende des "Fräuleins" ein. Im behördlichen Sprachgebrauch sei für jede weibliche Erwachsene die Anrede «Frau» zu verwenden. Das war ein wichtiger Schritt für mehr Gleichberechtigung von Mann und Frau. So sieht es die Gleichstellungsbeauftragte beim Kreis Coesfeld, Anke Herbstmann. Denn Frauen wurden dadurch nicht mehr länger in die Schubladen "verheiratet" und "unverheiratet" gesteckt. Seitdem habe es viele weitere Schritte gegeben Frauen und Männer gleichzustellen. Leider klappt das heute immer noch nicht überall. Bis zum Abschluss ihrer Ausbildung fühlten sich Frauen in der Regel gleichberechtigt. Im Beruf stellten sie dann leider oft fest, dass sie weniger als Männer verdienen, schlechtere Aufstiegschancen haben und es schwerer haben Familie und Job unter einen Hurt zu bekommen. Die Gleichstellungsbeauftragte sieht hier noch einiges zu tun.