
Von Mitte September bis Mitte Dezember im vergangenen Jahr gab es im Kreis Coesfeld 98 gemeldete Norovirus-Fälle. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor gab es im selben Zeitraum nur neun Fällen. Die Experten erklären das mit der veränderten Situation in der Pandemie. Gerade zu Beginn der Pandemie hätten die Menschen sehr genau auf Hygiene geachtet, hinzu kamen Lockdowns und eingeschränkten Kontakte. Das habe insgesamt zu weniger Infektionskrankheiten geführt und eben auch die Zahl der Norovirus-Fälle sinken lassen. Inzwischen sind Schulen, Kitas und Freizeiteinrichtungen weitgehend wieder geöffnet. Dadurch verbreiten sich auch die Noroviren wieder stärker. Der schwere Brechdurchfall macht vor allem kleinen Kindern und älteren Menschen zu schaffen. Die Noroviren übertragen sich hauptsächlich durch Schmierinfektion von Mensch zu Mensch, über Türkliniken, Treppengeländer usw.. Es gibt keine Impfung um sich zu schützen. Regelmäßiges Hände waschen ist deshalb besonders wichtig.