
Damit könnten sich Unternehmen, zum Beispiel Krankenhäuser, Busunternehmen und Restaurants, für Mitarbeiter attraktiver machen. Für Wirtschaftswissenschaftler Aloys Prinz von der Uni Münster ist das Augenwischerei. In vielen Branchen sei eine kurze Arbeitswoche gar nicht möglich. Mitarbeiter könnten höchstens versetzt an 4 Tagen arbeiten. Das würde aber bedeuten, dass nicht alle gleichzeitig frei hätten. Es sei also nicht machbar, dass es für alle ein Wochenende gibt, das drei Tage dauert. Außerdem führe eine 4-Tage-Woche dazu, dass in vielen wichtigen Berufen Mitarbeiter über eine zu lange Zeit nicht erreichbar seien. Das versetzte Arbeiten funktioniere außerdem auch nur mit ausreichend Mitarbeitern. Genau die fehlen aber schließlich. Ein besser Lösungsansatz gegen den Fachkräftemangel wäre es, arbeitslose Menschen weiterzubilden und so interessant für Unternehmen zu machen.