
Unter anderem Lüdinghausen und Senden haben schon verkaufsoffene Sonntage abgesagt. Der Grund: Das Oberverwaltungsgerichts in Münster hat in mehreren Urteilen gegen verkaufsoffene Sonntage ohne Feste als Anlass entschieden. Die Gewerkschaft Verdi war Kläger. Sie bleibt eisern bei ihrer Position: Der Sonntag sei ein Ruhetag. Fünf bis sechs Tage seien ausreichend, um einkaufen zu gehen, sagt Jörg Wagener, der stellvertretene Verdi-Geschäftsführer für den Kreis Coesfeld und das Münsterland. Handelsexperte Jens Lengerke von der heimischen Industrie und Handelskammer bedauert das, hat damit aber schon gerechnet. Er rät Städten und Gemeinden deshalb, gemeinsam mit den Händlern Aktionen innerhalb der Woche oder an Samstagen zu planen. Denkbar wäre beispielsweise Läden bis in die späteren Abendstunden zu öffnen und zum Beispiel Kunden mit einem "Moonlight-Shopping" ein besonderes Einkaufserlebnis zu bieten. In einer Radio Kiepenkerl-Blitzumfrage unterstreichen Händler im Kreis Coesfeld allerdings gerade die Bedeutung verkaufsoffener Sonntage. Dann hätten Paare und Familien hätten Zeit und Ruhe gemeinsam zu bummeln und das sorge für Umsatz.