
In eineinhalb Wochen endet mit der Bundes-Notbremse die Homeoffice-Pflicht und einer Rückkehr in den Betrieb steht nichts mehr im Wege. Beim Maschinenbauer Hazemag in Dülmen sind die Mitarbeiter Ende Juli zum zweiten Mal geimpft. Dann will das Unternehmen darüber nachdenken, wie es zu einem normalen Betriebsablauf zurückgeht. Aber: Das Homeoffice soll weiter eine wichtige Rolle spielen. Wo es technisch möglich ist, sollen Mitarbeiter auch weiter die Chance zum Zuhausearbeiten bekommen. Bei der Modekette Ernstings Family in Lette gibt es sogar eine eigene Arbeitsgruppe, die ermittelt, was im Homeoffice gut oder schlecht läuft. Wie es weitergeht, will das Unternehmen in einigen Monaten entscheiden. Und der große Bioladen Weiling in Coesfeld bleibt erst einmal beim Homeoffice, zumindest so lange, bis die meisten Mitarbeiter geimpft sind. Der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisiert das Auslaufen der Homeoffice-Pflicht. Die Pandemie ist noch im Gange und das Infektionsrisiko ist in geschlossenen Räumen deutlich höher. Die deutsche Wirtschaft begrüßt das Ende der Homeoffice-Pflicht. Das sei ein bürokratischer Aktionismus der Politik gewesen.