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KREIS: Erdbeer-Saison startet
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KREIS: Erdbeer-Saison startet

Spielt das Wetter mit und es bleibt sonnig und warm, könnte es kommende Woche schon mit der Erdbeerernte losgehen, sagen uns die Erdbeerhöfe im Kreis.

Veröffentlicht: Samstag, 20.04.2024 05:33

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Einige Höfe setzen inzwischen auf ein neues Anbau- und Erntesystem - denn alles ist teurer geworden. Der Hof Pröbsting in Capelle beobachtet daher, dass Kunden immer mehr auf den Preis gucken. Mit günstigeren Preisen aus dem Ausland können Höfe hier nicht mitgehen. Der Hof Rahmann in Coesfeld und auch der Hof Grothues-Potthoff in Senden haben zuletzt schon Anbauflächen verkleinert. Letzterer lässt Erdbeeren in diesem Jahr erstmals unter einer Solaranlage gedeihen. Vorteile: Beeren sollen länger frisch bleiben, mehr Ertrag bringen und die Anlagen produzieren selbst Strom. Viele Höfe - der Hof Beuse in der Dülmener Bauerschaft Welte und der Hof Pröbsting in Capelle beispielsweise - haben auch auf einen geschützten Anbau umgestellt. Im Gegensatz zum Freilandanbau gedeihen Erdbeeren unter dem geschützten Foliendach besser, sagt der Böcker Forstmannshof in Lüdinghausen. Und: das Ernten der Erdbeeren in den höher gelegenen Pflanzrinnen schont den Rücken mehr.

Wie sich die Preise bei den Erdbeeren genau einpendeln, sei noch schwer abzuschätzen, sagen die meisten Höfe im Kreis. Der Hof Rahmann in Coesfeld und der Erdbeer- und Spargelhof Heilers-Lülf in Billerbeck rechnen aber mit einem Preis ähnlich der vergangenen Saison. Also um die 5 Euro pro 500 Gramm. Nur erste Erdbeeren zum Start der Saison sind immer etwas teurer, sagt der Hof Pröbsting in Capelle. Deswegen sei die Nachfrage am Anfang meist noch etwas verhalten - dann aber immer konstant, sagt beispielsweise der Hof Beuse in der Dülmener Bauerschaft Welte.

Wenn das Ernten in ein bis zwei Wochen losgeht, sobald das Wetter mitspielt stehen beim Hof Beuse in der Dülmener Bauerschaft Welte, dem Erdbeer- und Spargelhof Heilers-Lülf in Billerbeck und dem Hof Pröbsting in Capelle auf jeden Fall genug Erntehelfer bereit. Der Hof Rahmann in Coesfeld hat dagegen Probleme Erntehelfer zu finden. Die Sozialabgaben seien inzwischen zu hoch, für viele lohne es sich nicht mehr. Um Helfern mehr Komfort zu bieten und auch bessere Erdbeeren anzubauen, setzt der Hof inzwischen wie viele andere auch auf einen geschützten Anbau in höher gelegenen Pflanzrinnen unterm Foliendach. Der Bauernhofladen Familie Wigger in Lette bietet Erntehelfern mehr als den Mindestlohn - hier seien die Probleme daher inzwischen nicht mehr so groß. Mit Blick in die Zukunft sei es aber immer schwieriger auch Verkäufer zu finden, beobachtet auch der Erdbeer- und Spargelhof Heilers-Lülf in Billerbeck. Viele gingen bald in Rente.

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